Die Akte Odessa (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ronald Neame |
|---|---|
| Genre | Thriller |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-10-17 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (205 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Peter Miller verdient sein Geld als Journalist und lässt sich von Widerständen nicht abschrecken. Als er im Auftrag des israelischen Geheimdienstes tätig wird, gerät er an eine Spur, die tief in die deutsche Nachkriegsgeschichte führt: eine Organisation namens Odessa, die einstigen SS-Männern zur Flucht nach Südamerika verholfen haben soll – und die manche von ihnen offenbar auch zurückholt, bis hinein in einflussreiche Positionen der Wirtschaft. Millers Recherche führt ihn zu dem SS-Industriellen Roschmann, einer der zentralen Figuren dieses Netzwerks. Ob es Miller darüber hinaus gelingt, die gesamte Organisation zu Fall zu bringen, bleibt in der Schwebe.
Entstehungsgeschichte
„Die Akte Odessa“ entstand 1974 unter der Regie von Ronald Neame. In den Hauptrollen sind Jon Voight als Peter Miller sowie Maximilian Schell, Maria Schell und Mary Tamm zu sehen. Der Film ist als Thriller angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verbindet journalistische Recherche mit dem Nachwirken des Nationalsozialismus und macht daraus einen Spannungsstoff, der seine Wirkung nicht aus Action, sondern aus der schrittweisen Aufdeckung eines verborgenen Netzwerks zieht. Dass die Handlung einen einzelnen, hartnäckigen Reporter gegen eine anonyme, weitverzweigte Organisation stellt, verleiht dem Thriller eine politische Dimension: Es geht nicht um einen einzelnen Täter, sondern um Strukturen, die über Jahrzehnte fortbestehen und sich in gesellschaftliche Institutionen einschreiben. Die Besetzung mit Maximilian und Maria Schell deutet zudem auf eine bewusst europäisch geprägte Anlage der Figuren hin, die dem Stoff zusätzliches Gewicht gibt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich „Die Akte Odessa“ im soliden Mittelfeld des Genres, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen ließe. Seit der Entstehung des Films 1974 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was den Stoff zeitlich deutlich von der heutigen Wahrnehmung des Themas trennt. Innerhalb des Thriller-Genres nimmt der Film eine Position ein, die politische Aufarbeitung und individuelle Ermittlungsarbeit miteinander verknüpft, statt auf reine Genrespannung zu setzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jon Voight als Peter Miller
- Maximilian Schell als Eduard Roschmann
- Maria Schell als Frau Miller
- Mary Tamm als Sigi
- Derek Jacobi als Klaus Wenzer
- Peter Jeffrey als David Porath
- Klaus Löwitsch als Gustav Mackensen
- Kurt Meisel als Alfred Oster
- Hannes Messemer als General Glücks
- Garfield Morgan als Israeli General
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Verfügbarkeit
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