Ronald Neame
Werdegang
Ronald Neame, geboren am 23. April 1911, war ein englischer Filmproduzent, Regisseur, Kameramann und Drehbuchautor. Seine Karriere begann er als Kameramann und wurde für seine Arbeit an dem britischen Kriegsfilm „One of Our Aircraft Is Missing“ (1943) für den Oscar für die besten Spezialeffekte nominiert. In der Zusammenarbeit mit Regisseur David Lean produzierte er „Begegnung“ (1945), „Geheimnisvolle Erbschaft“ (1946) und „Oliver Twist“ (1948) und erhielt dafür zwei Oscar-Nominierungen für sein Drehbuch. Später wechselte er zur Regie und drehte unter anderem „Der Mann, den es nie gab“ (1956), „Die besten Jahre der Miss Jean Brodie“ (1969), für den Maggie Smith einen Oscar erhielt, sowie den Katastrophenfilm „Die Höllenfahrt der Poseidon“ (1972). Zu seinen weiteren Regiearbeiten zählen „Bretter, die die Welt bedeuten“ (1963), Judy Garlands letzter Film, und „Scrooge“ (1970) mit Albert Finney. 1996 wurde er zum Commander of the Order of the British Empire ernannt und erhielt den BAFTA Academy Fellowship Award.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind sieben Filme von Ronald Neame als Regisseur verzeichnet, keine Serien. Die Titel erschienen zwischen 1966 und 1980, also über einen Zeitraum von 14 Jahren, beginnend 55 Jahre nach seiner Geburt. Das Spektrum reicht von Abenteuer, Drama und Thriller über Komödie, Krimi und Fantasy bis zu Familie, Science Fiction und Action – eine ungewöhnlich breite genrelich Streuung für eine überschaubare Anzahl an Titeln. Darunter finden sich „Die Höllenfahrt der Poseidon“, „Agentenpoker“, „Das Mädchen aus der Cherry-Bar“, „Die besten Jahre der Miss Jean Brodie“, „Scrooge“, „Die Akte Odessa“ und „Meteor“.
Einordnung
Die Bewertungen der sieben Titel liegen zwischen 5,2 und 7,2 von 10, im Schnitt bei 6,7. Die Mehrheit der Filme bewegt sich in einem gleichmäßigen Bereich zwischen 6,6 und 7,2, lediglich ein Titel fällt mit 5,2 deutlich ab. Der letzte im Katalog erfasste Film liegt 69 Jahre nach Neames Geburt, der älteste 55 Jahre danach – die verzeichnete Filmografie deckt damit einen mittleren Abschnitt seines Schaffens ab.