Die Damen vom Bois de Boulogne (1945)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Bresson |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 84 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1945-09-21 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (125 Stimmen) |
Worum es geht
Hélène spürt, dass ihr Geliebter Jean sich von ihr entfernt. Um Gewissheit zu erlangen, stellt sie ihm eine Falle und muss erkennen, dass ihre Befürchtung stimmt: Jean liebt sie nicht mehr. Verletzt fasst sie einen Racheplan. Sie bringt Jean gezielt mit Agnès zusammen, einer Kabaretttänzerin, die unter ihrer Obhut steht, und kalkuliert genau, wie sich die beiden ineinander verlieben sollen. Der Plan geht auf, Jean verfällt Agnès rasch und ernsthaft. Doch Agnès selbst gerät ins Zweifeln: In einem Brief an Jean gesteht sie ihre Vergangenheit, aus Furcht, ihn unter falschen Voraussetzungen zu binden. Ob dieses Geständnis Hélènes Werk noch durchkreuzt, bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1945 unter der Regie von Robert Bresson. In den zentralen Rollen sind Paul Bernard, María Casares, Élina Labourdette und Lucienne Bogaert zu sehen. Es handelt sich um ein Spielfilmdrama mit ausgeprägter Liebeshandlung.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm zeigt sich hier weniger als romantische Erzählung denn als Studie über Manipulation innerhalb einer Liebesbeziehung. Hélènes Racheplan funktioniert wie ein Uhrwerk, das sie selbst in Gang setzt, aber nicht mehr vollständig kontrollieren kann, sobald echte Gefühle zwischen Jean und Agnès entstehen. Die Konstruktion der Geschichte – eine Frau, die eine andere Frau als Werkzeug einsetzt – verlagert den Konflikt von einem klassischen Liebesdreieck hin zu einer Auseinandersetzung über Schuld, Kontrolle und die Grenzen berechnender Zuneigung. Dass Agnès’ Vergangenheit zum entscheidenden Wendepunkt wird, verweist auf ein Thema von Wahrheit und Verschweigen, das die gesamte Anlage der Handlung durchzieht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden, aber nicht überragenden Bereich der Publikumsresonanz. Seit seinem Entstehungsjahr 1945 sind mittlerweile 80 Jahre vergangen, was ihn zu einem frühen Beispiel französischen Nachkriegskinos macht. Innerhalb des Genres Drama/Liebesfilm zeigt er, wie eng emotionale und moralische Verstrickung erzählerisch verknüpft werden können, ohne dass die Bewertungszahlen auf eine breite fortlaufende Rezeption schließen lassen.
Bilder

Besetzung & Stab
- Paul Bernard als Jean
- María Casares als Hélène
- Élina Labourdette als Agnès
- Lucienne Bogaert als Mme. D
- Jean Marchat als Jacques
- Yvette Etiévant als La bonne
- Marcel Rouzé
- Bernard Lajarrige
- Lucy Lancy
- Nicole Regnault
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Verfügbarkeit
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