Die Erfinderin - Böses Blut im Silicon Valley (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alex Gibney |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 119 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-01-24 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7 (312 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Dokumentarfilm zeichnet den Weg von Elizabeth Holmes nach. Im Jahr 2003 brach sie ihr Studium an der Stanford University ab, um eine Biotech-Firma zu gründen, die eine angeblich revolutionäre Technik versprach. Wenige Mikroliter Blut aus der Fingerkuppe sollten für umfangreiche Bluttests genügen, günstiger und schmerzfreier als die übliche Entnahme aus der Vene.
In den Medien wurde Holmes euphorisch gefeiert und als weibliches Gegenstück zu Apple-Gründer Steve Jobs dargestellt. Doch 2015 ließ ein Artikel im Wall Street Journal Zweifel an der Wirksamkeit ihrer Testmaschine „Edison“ aufkommen. Im Jahr 2016 entzogen US-Behörden der Firma die Lizenz, in Kalifornien ein Bluttest-Labor zu betreiben. Im Juni 2018 wurde gegen Holmes Anklage wegen Betrugs an Investoren und Kunden erhoben, und Ende August 2018 wurden die letzten Angestellten entlassen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Alex Gibney, der auch selbst zu den Mitwirkenden zählt. Der Dokumentarfilm erschien 2019, englisch betitelt „The Inventor: Out for Blood in Silicon Valley“. Neben Holmes und Gibney wirken Dan Ariely und Roger Parloff mit. Freigegeben ist er ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Als reiner Dokumentarfilm verzichtet das Werk auf jede Genremischung und konzentriert sich auf die Rekonstruktion eines Falls. Die Anlage folgt einer klaren Bewegung: vom Versprechen einer technischen Revolution über die öffentliche Begeisterung bis zu Zweifeln, behördlichen Maßnahmen und Anklage. Diese Abfolge verleiht dem Stoff eine Dramaturgie von Aufstieg und Fall, ohne dass etwas hinzuerfunden werden müsste.
Dass Holmes selbst zu den Mitwirkenden zählt, zeigt, dass der Film mit Aufnahmen der Hauptperson arbeitet. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie eine Idee so viel Vertrauen gewinnen konnte, bevor ihre Tragfähigkeit geprüft war, und welche Rolle mediale Begeisterung dabei spielte.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,0 von 10 fällt die Bewertung deutlich positiv aus. Die Basis dafür ist mit einigen hundert Stimmen allerdings noch überschaubar.
Innerhalb des Dokumentarfilms gehört der Titel zu den Wirtschafts- und Enthüllungsstoffen, die ein Unternehmen und seine Gründerin in den Blick nehmen. Sieben Jahre nach dem Erscheinen bleibt das Thema von Interesse, weil es grundsätzliche Fragen nach Vertrauen, Kontrolle und der Faszination für technische Heilsversprechen berührt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Elizabeth Holmes als Self - CEO and Founder of Theranos (archive footage)
- Alex Gibney als Self - Narrator / Interviewer
- Dan Ariely als Self - Behavioral Economist
- Roger Parloff als Self - Fortune
- Ken Auletta als Self - The New Yorker
- Erika Cheung als Self - Lab Associate
- Cheryl Gafner als Self - Receptionist
- Dave Philippides als Self - Engineer
- Douglas Matje als Self - Biochemist
- Ryan Wistort als Self - Research & Development
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Verfügbarkeit
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