Die Reise nach Tokio (1953)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Yasujirō Ozu |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 136 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1953-11-03 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (1.262 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Shukichi und Tomi kommen nach langer Reise in Tokio an und merken schnell, dass ihre beiden ältesten Kinder wenig Zeit für sie haben. Der Sohn Kōichi ist Arzt, die Tochter Shige führt einen Schönheitssalon; beide sind in ihren Alltag eingespannt. Wirkliche Aufmerksamkeit bekommt das alte Paar allein von Noriko, der Witwe des im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sohnes.
Nur wenige Tage verbringen Shukichi und Tomi in der Hauptstadt, dann bringen die Kinder sie in ein Seebad, wo es ihnen nicht gefällt. Auf dem Rückweg in den Heimatort wird Tomi schwer krank. Der Film erzählt diese Abfolge ohne Zuspitzung und lässt die Distanz zwischen Eltern und erwachsenen Kindern für sich sprechen.
Entstehungsgeschichte
Yasujirō Ozu führte bei dem 1953 erschienenen Film Regie. Zur Besetzung gehören Ryū Chishū, 東山千栄子, Setsuko Hara und 杉村春子; dazu kommen Sô Yamamura und Haruko Sugimura in den Rollen der ältesten Kinder. Die Altersfreigabe ist bei zwölf Jahren angesetzt.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und diese Beschränkung passt zur Anlage. Es gibt keine äußere Bedrohung und keinen Konflikt, der von außen hereingetragen wird; der Stoff besteht aus einem Besuch und dem, was dabei ungesagt bleibt. Erzählerisch bemerkenswert ist, dass die größte Zuwendung nicht von den leiblichen Kindern kommt, sondern von der angeheirateten Schwiegertochter. Dieses Ungleichgewicht ist der eigentliche Motor der Geschichte, weil es die Erwartung an familiäre Pflicht gegen das tatsächliche Verhalten stellt. Auch die Ortswechsel – Heimatort, Hauptstadt, Seebad, Rückweg – strukturieren die Erzählung stärker als einzelne Ereignisse. Krankheit und Alter werden dabei als Teil eines gewöhnlichen Ablaufs behandelt.
Einordnung & Wirkung
8,1 von 10 Punkten sind ein sehr hoher Wert; er beruht auf einer vierstelligen Zahl abgegebener Stimmen. Diese Kombination – große Zustimmung bei überschaubarer Beteiligung – ist für Filme kennzeichnend, die ein Publikum gezielt aufsucht. 73 Jahre liegen zwischen dem Erscheinungsjahr und der Gegenwart, und der geschilderte Generationenabstand hat durch diese Zeitspanne eine zweite Ebene bekommen. Innerhalb des Familiendramas steht der Titel für die zurückgenommene, beobachtende Erzählweise.
Bilder








Besetzung & Stab
- Chishū Ryū als Shukichi Hirayama
- Chieko Higashiyama als Tomi Hirayama
- Setsuko Hara als Noriko Hirayama
- Haruko Sugimura als Shige Kaneko
- So Yamamura als Koichi Hirayama
- Kuniko Miyake als Fumiko Hirayama
- Kyōko Kagawa als Kyoko Hirayama
- Eijirō Tōno als Numata
- Nobuo Nakamura als Kurazo Kaneko
- Shirō Ōsaka als Keizo Hirayama
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Verfügbarkeit
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