Setsuko Hara
Werdegang
Setsuko Hara wurde am 17. Juni 1920 in Yokohama in der Präfektur Kanagawa geboren, eigentlich unter dem Namen Masae Aida. Bekannt wurde sie bereits in jungen Jahren durch die deutsch-japanische Koproduktion „Die Tochter des Samurai" (1937), die in Japan unter dem Titel „Atarashiki Tsuchi" lief und von Arnold Fanck und Mansaku Itami inszeniert wurde. In den folgenden Jahrzehnten wirkte sie in Filmen bedeutender japanischer Regisseure mit, darunter Yasujirō Ozu, Akira Kurosawa und Mikio Naruse. Besonders eng war ihre Zusammenarbeit mit Ozu, für den sie in sechs Filmen vor der Kamera stand, darunter die als „Noriko-Trilogie" bekannten Werke. 1963, im selben Jahr, in dem Ozu starb, zog sie sich vollständig aus dem Schauspielberuf zurück und lebte danach zurückgezogen in Kamakura.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind sieben Spielfilme mit Setsuko Hara als Schauspielerin verzeichnet, keine Serien. Die Titel stammen aus den Jahren 1949 bis 1961, decken also eine Spanne von zwölf Jahren ab. Der älteste erfasste Titel, „Später Frühling", erschien 29 Jahre nach ihrer Geburt, der jüngste, „Der Herbst der Familie Kohayagawa", 41 Jahre danach. Genremäßig überwiegen Drama, Komödie und Liebesfilm, was auf ein Werk hindeutet, das stark im familiären und gesellschaftlichen Alltagsdrama der Nachkriegszeit verwurzelt ist. Zu den Titeln zählen unter anderem „Die Reise nach Tokio", „Weizenherbst", „Tokio in der Dämmerung" und „Der Idiot".
Einordnung
Die sieben Titel bei uns erreichen Bewertungen zwischen 7,0 und 8,1 von 10, im Schnitt 7,7. Damit liegt die gesamte Filmografie in einem konstant hohen Bereich, ohne größere Ausschläge nach unten. Der zeitliche Rahmen der erfassten Werke erstreckt sich über gut ein Jahrzehnt innerhalb der 1950er und frühen 1960er Jahre und liegt inzwischen mehr als sechs Jahrzehnte zurück.