Die Saat der Gewalt (1955)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Richard Brooks |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1955-03-25 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (165 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Richard Dadier tritt eine Stelle als Englischlehrer an einer Berufsschule für Jugendliche an. Voller Tatendrang beginnt er seine Arbeit, doch die Realität im Klassenzimmer stellt seinen Enthusiasmus auf eine harte Probe. Die meisten seiner Schüler stammen aus einfachsten Verhältnissen, viele wirken abgestumpft und hart, manche zeigen bereits Verhaltensweisen, die an offene Delinquenz grenzen. Selbst die weniger auffälligen unter ihnen zeigen kaum Interesse am Unterricht und erscheinen nur, weil die Schulpflicht es verlangt. Dadier steht damit vor der Aufgabe, überhaupt einen Zugang zu jungen Menschen zu finden, die dem Bildungssystem mit offener Gleichgültigkeit oder Feindseligkeit begegnen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1955 unter der Regie von Richard Brooks. In den Hauptrollen sind Glenn Ford, Anne Francis, Louis Calhern und Margaret Hayes zu sehen. Es handelt sich um ein Drama mit kriminalistischen Elementen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Krimi- und Drama-Elementen verortet die Geschichte klar im sozialen Milieu: Es geht weniger um klassische Verbrechensaufklärung als um das Klima aus Gewalt, Widerstand und Perspektivlosigkeit, das eine Schule prägt. Dass die Handlung konsequent aus der Perspektive des Lehrers erzählt wird, der sich in einem ihm zunächst fremden System behaupten muss, macht den Film zu einer Auseinandersetzung mit Autorität, Erziehung und den Grenzen pädagogischen Engagements. Die Schilderung der Schülerschaft als weitgehend uninteressiert und teils feindselig deutet auf einen Stoff hin, der Konflikte nicht glättet, sondern offenlegt, wie eine Institution an gesellschaftlichen Verhältnissen scheitern kann, die außerhalb ihrer Mauern entstehen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film heute nur bedingt in eine breite Publikumsresonanz einordnen, die Zahl der Stimmen bleibt überschaubar. Seit der Entstehung 1955 sind mittlerweile 70 Jahre vergangen, ein Abstand, der den Film klar als Zeitzeugnis seiner Dekade erscheinen lässt. Innerhalb der Kombination aus Krimi und Drama nimmt er mit seinem Schulmilieu und der Figur des jungen Lehrers eine Position ein, die sich von reinen Verbrechensgeschichten deutlich unterscheidet und stattdessen auf gesellschaftliche Spannungen fokussiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Glenn Ford als Richard Dadier
- Anne Francis als Ann Dadier
- Louis Calhern als Jim Murdock
- Margaret Hayes als Lois Judby Hammond
- John Hoyt als Mr. Warneke
- Richard Kiley als Joshua Y. Edwards
- Emile Meyer als Mr. Halloran
- Warner Anderson als Dr. Bradley
- Basil Ruysdael als Prof. A.R. Kraal
- Sidney Poitier als Gregory W. Miller
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