Die Valachi Papiere (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Terence Young |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-01-06 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (120 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein inhaftiertes Mitglied der amerikanischen Mafia, Joseph Valachi, erklärt sich bereit, vor laufenden Kameras als Zeuge in einem bedeutenden Mafia-Prozess auszusagen. Vor dem Gremium rollt er sein Leben auf: die Kindheit, die ersten Kontakte zu altgedienten Mafiosi, seine Heirat mit der Tochter eines ermordeten Paten. Als Don Vito Genovese ein Kopfgeld auf ihn aussetzt, bleiben Valachi in der Haft nur noch verzweifelte Mittel, um sich zu schützen. Ein missglückter Anschlag auf sein Leben, bei dem ihm die Kehle durchtrennt werden soll, bringt ihn an den Punkt, das Schweigegebot der Organisation endgültig zu brechen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1972 unter der Regie von Terence Young. In den Hauptrollen sind Charles Bronson, Lino Ventura, Jill Ireland und Walter Chiari zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 18 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi und Drama zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Statt eines klassischen Verbrecherplots steht eine Rückblende-Struktur im Zentrum, die ein ganzes Leben innerhalb der Mafia nachzeichnet und die Aussage vor dem Ausschuss als Rahmenhandlung nutzt. Dass die Erzählung Kindheit, Aufstieg, Heirat und schließlich Verrat an der eigenen Organisation umspannt, verweist auf ein Interesse an der Frage, wie ein Mensch in ein solches Wertesystem hineinwächst und wie er es wieder verlässt. Die Besetzung mit Bronson und Ventura in den zentralen Rollen deutet auf ein internationales Ensemble hin, das die Geschichte über verschiedene Sprach- und Publikumsräume trägt. Der Bruch des Schweigegebots am Ende der Rückblende gibt der Handlung ihre dramatische Zuspitzung, ohne dass der Ausgang des Prozesses selbst vorweggenommen wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich dessen, was Genrepublikum diesem Stoff entgegenbringt. Seit dem Erscheinungsjahr 1972 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, in denen sich das Mafia-Drama als eigenes Subgenre weiterentwickelt hat. Vor diesem Hintergrund liest sich der Film als früher Beitrag zu einem Stoffkreis, der die Innenperspektive eines Aussteigers aus dem organisierten Verbrechen in den Mittelpunkt stellt.
Bilder




Besetzung & Stab
- Charles Bronson als Joe Valachi
- Lino Ventura als Vito Genovese
- Jill Ireland als Maria Reina Valachi
- Walter Chiari als Dominick Petrilli, aka "Gap"
- Joseph Wiseman als Salvatore Maranzano
- Gerald S. O'Loughlin als Ryan, federal agent
- Amedeo Nazzari als Gaetano Reina
- Fausto Tozzi als Albert Anastasia
- Pupella Maggio als Letizia Reina
- Angelo Infanti als Lucky Luciano
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Verfügbarkeit
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