Eine ganz normale Familie (1980)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Redford |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 124 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1980-09-19 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 6.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 54.766.923 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (724 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Die Familie Jarret lebt in einer scheinbar heilen Welt: gesichertes Einkommen, Häuschen im Grünen, zwei Söhne. Diese Ordnung bricht auseinander, als der ältere Sohn Buck bei einer Segelpartie mit seinem Bruder Conrad ertrinkt. Conrad hält sich für Bucks Tod verantwortlich, unternimmt einen Selbstmordversuch und wird in eine Nervenklinik eingeliefert. Zurück im Alltag findet er bei seinen Eltern keinen Halt; weder Vater noch Mutter sind in der Lage, ihm zu geben, was er braucht. Erst bei dem Psychiater Dr. Berger begegnet ihm das Verständnis, nach dem er sucht. Erzählt wird damit weniger ein Unglück als das, was danach in einer Familie unausgesprochen bleibt.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Robert Redford, erschienen ist der Film 1980. Donald Sutherland, Mary Tyler Moore, Judd Hirsch und Timothy Hutton bilden die Besetzung. Die Freigabe ab zwölf Jahren berücksichtigt einen Stoff, der Trauer, Schuldgefühle und Suizidalität unmittelbar behandelt.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und der Aufbau kommt ohne Nebenlinien aus. Vier Figuren, ein Haus, ein Verlust, der nicht benannt wird: Aus dieser Reduktion entsteht die Spannung. Die Gesprächsszenen mit dem Psychiater geben der Erzählung eine zweite Ebene, auf der ausgesprochen werden kann, was zu Hause verschwiegen bleibt. Dass die Eltern unterschiedlich reagieren, macht aus dem Trauerfall einen Konflikt zwischen Bewahren und Verändern. Eine Besetzung dieses Zuschnitts spricht dafür, dass der Film seine Wirkung aus Haltung, Blicken und Auslassung bezieht.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung von 7,4 von 10 fällt klar positiv aus, gestützt auf eine überschaubare Zahl abgegebener Stimmen. Sechsundvierzig Jahre nach dem Erscheinungsjahr hat der Gegenstand nicht an Gültigkeit verloren, weil er weniger von einer Epoche als von familiärer Sprachlosigkeit handelt. Im Feld der Familiendramen steht der Film für die nüchterne, unspektakuläre Variante. Wer von einem Drama äußere Bewegung erwartet, braucht Geduld, denn das entscheidende Ereignis liegt hinter den Figuren, und erzählt wird, was es aus ihnen macht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Donald Sutherland als Calvin Jarrett
- Mary Tyler Moore als Beth Jarrett
- Judd Hirsch als Dr. Berger
- Timothy Hutton als Conrad Jarrett
- M. Emmet Walsh als Swim Coach
- Elizabeth McGovern als Jeannine Pratt
- Dinah Manoff als Karen
- Fredric Lehne als Lazenby
- James B. Sikking als Ray Hanley
- Basil Hoffman als Sloan
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