Europa (1991)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lars von Trier |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1991-06-27 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 1.007.976 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (373 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Kurz nach Kriegsende trifft der junge Kessler aus Amerika in Deutschland ein. Er hat den Dienst in der Army verweigert und möchte nun den vom Leid geplagten Deutschen etwas Gutes tun. Dafür nimmt er eine Stelle als Schlafwagenschaffner an.
Mit dieser Aufgabe betritt er ein Land, dessen Verhältnisse er aus der Ferne klar sortiert zu haben glaubte. Doch schon bald muss Kessler erkennen, dass sein Bild von Gut und Böse, sein Denken in Schwarz und Weiß, der Wirklichkeit nicht standhält. Wie weit ihn diese Erkenntnis trägt und in welche Verstrickungen sie ihn führt, deutet sich erst allmählich an.
Entstehungsgeschichte
Der Film von Lars von Trier stammt aus dem Jahr 1991. Jean-Marc Barr, Barbara Sukowa, Udo Kier und Ernst-Hugo Järegård bilden die Besetzung. Ab 16 Jahren ist der Film freigegeben, der Elemente aus Krimi, Drama und Thriller zusammenführt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus drei Genres verrät, dass es um mehr geht als um die Geschichte eines Idealisten. Der Krimi- und Thrilleranteil lässt vermuten, dass Kessler in Vorgänge gerät, die für ihn gefährlich werden. Das Drama rückt seine innere Wandlung in den Vordergrund.
Der Zug als Arbeitsplatz ist ein bezeichnender Schauplatz: ein Raum, der ständig in Bewegung ist und durch ein Land fährt, das sich kurz nach Kriegsende neu ordnen muss. In dieser Lage sind moralische Gewissheiten brüchig. Kessler kommt als Außenstehender mit festen Überzeugungen, und gerade diese Position macht ihn anfällig, wenn sich die Grenzen zwischen Schuld und Unschuld verwischen. Seine Absicht, Gutes zu tun, bildet den Ausgangspunkt eines Konflikts, der aus der Begegnung mit einer unübersichtlichen Wirklichkeit entsteht. Der Titel selbst hebt die Geschichte über das Einzelschicksal hinaus und rückt einen ganzen Kontinent in den Blick.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung von 7,3 von 10 zeigt eine deutlich positive Aufnahme, auch wenn die Grundlage mit einigen hundert Stimmen überschaubar ist.
35 Jahre nach seinem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel dafür, wie sich Krimi- und Thrillermotive mit einer Auseinandersetzung über Schuld und Verantwortung verbinden lassen. Innerhalb dieser Genres nimmt er eine besondere Stellung ein, weil er seine Spannung weniger aus einem einzelnen Fall als aus der Lage seines Helden bezieht, der mit guten Absichten in eine Welt voller Grautöne gerät.
Bilder







Besetzung & Stab
- Jean-Marc Barr als Leopold Kessler
- Barbara Sukowa als Katharina Hartmann
- Udo Kier als Lawrence Hartmann
- Ernst-Hugo Järegård als Uncle Kessler
- Erik Mørk als Pater
- Jørgen Reenberg als Max Hartmann
- Henning Jensen als Siggy
- Eddie Constantine als Colonel Harris
- Max von Sydow als Narrator (voice)
- Benny Poulsen als Steleman
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Verfügbarkeit
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