Falstaff (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Orson Welles |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-12-22 |
| Budget | 800.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (252 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Falstaff verbringt seine letzten Jahre im Freudenhaus von Mistress Quickly, umgeben von Zechkumpanen und dem jungen Prinz Hal, dessen Freundschaft ihm mehr bedeutet als jede Warnung vor der Zukunft. Gemeinsam überfallen sie einen Pilgerzug, ein Spaß unter vielen, den Falstaff genießt, ohne an Konsequenzen zu denken. Als es zur Schlacht von Shrewsbury kommt, zeigt sich beiden Männern eine andere Seite des Lebens: das Grauen des Krieges, das sich nicht wegtrinken oder weglachen lässt. Nach dem Tod König Henrys IV. steigt Hal zu Henry V. auf. Bei der Krönung im Dom vollzieht sich ein Bruch, der Falstaffs Existenz und sein Ende bestimmt.
Entstehungsgeschichte
Orson Welles inszenierte den Film 1965 und übernahm zugleich die Titelrolle. An seiner Seite stehen Keith Baxter als Prinz Hal, John Gielgud sowie Jeanne Moreau als Mistress Quickly. Der englische Originaltitel lautet Chimes at Midnight, im deutschsprachigen Raum ist der Film unter dem Namen Falstaff bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Genrezuordnung zwischen Komödie, Drama, Historie und Kriegsfilm verrät, wie stark der Stoff zwischen den Tonlagen wechselt: Ausgelassenheit im Freudenhaus, politisches Kalkül am Hof, Schrecken auf dem Schlachtfeld. Diese Spannweite ist bereits in der Grundanlage der Geschichte angelegt, die eine Freundschaft über mehrere Lebensstationen hinweg verfolgt und sie an der Schwelle zur Macht zerbrechen lässt. Die Erzählung konzentriert sich auf wenige, aber einschneidende Stationen – Überfall, Schlacht, Krönung, Tod – und verzichtet auf ausufernde Nebenhandlungen, was der Geschichte eine fast klassische, geradlinige Wucht verleiht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden oberen Mittelfeld, ohne dass sich daraus ein breites Publikumsurteil ableiten lässt. Seit der Entstehung 1965 sind mittlerweile 60 Jahre vergangen, ein Abstand, der den Film klar in die Filmgeschichte der 1960er Jahre einordnet. Innerhalb der Kombination aus historischem Drama und Kriegsfilm mit komödiantischen Anteilen bleibt er ein Werk, das seine Wirkung aus der Zeichnung einer einzelnen, zerbrechenden Beziehung zieht statt aus großer Handlungsbreite.
Bilder








Besetzung & Stab
- Orson Welles als Falstaff
- Keith Baxter als Prince Hal
- John Gielgud als Henry IV
- Jeanne Moreau als Doll Tearsheet
- Margaret Rutherford als Mistress Quickly
- Marina Vlady als Kate Percy
- Walter Chiari als Mr. Silence
- Michael Aldridge als Pistol
- Tony Beckley als Ned Poins
- Jeremy Rowe als Prince John
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Verfügbarkeit
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