Geheimagent (1936)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alfred Hitchcock |
|---|---|
| Genre | Thriller, Mystery, Liebesfilm |
| Laufzeit | 86 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1936-05-11 |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (176 Stimmen) |
Worum es geht
Der britische Kriegsheld Edgar Brodie wird offiziell für gefallen erklärt, damit er unter dem Namen Richard Ashenden unbemerkt für den Geheimdienst arbeiten kann. In der Schweiz soll er einen deutschen Spion aufspüren. An seiner Seite stehen der skrupellose „General“, ein Südamerikaner ohne moralische Bedenken, und Elsa Carrington, die sich als seine Ehefrau ausgibt. Ein folgenschwerer Irrtum kostet einen unbeteiligten Landsmann das Leben, und Edgar wie Elsa beginnen an ihrem Auftrag zu zweifeln. Als sich herausstellt, dass der gesuchte Spion Robert Marvin ist, ein Dandy, der zuvor um Elsa geworben hatte, gerät die Mission endgültig in eine persönliche Krise. Die Spannung entlädt sich in einem Zug voller feindlicher Soldaten, der von britischen Fliegern angegriffen wird – ein Ort, an dem sich Pflicht, Schuld und Zuneigung nicht mehr trennen lassen.
Entstehungsgeschichte
„Geheimagent“ entstand 1936 unter der Regie von Alfred Hitchcock. In den Hauptrollen sind Madeleine Carroll, John Gielgud, Peter Lorre und Robert Young zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Thriller, Mystery und Liebesfilm zeigt, wie eng Spionagehandlung und emotionale Verstrickung hier verzahnt sind: Der Auftrag verlangt Kaltblütigkeit, während die Beziehung zwischen den falschen Eheleuten zunehmend echte Gefühle entwickelt. Dass ausgerechnet ein Irrtum mit tödlichem Ausgang die Geschichte in Bewegung hält, verschiebt den Fokus früh von reiner Agentenroutine zu moralischer Last. Auch die Figur des „Generals“ als zynischer Gegenpol zu Elsas Skrupeln macht deutlich, dass der Film weniger auf klare Feindbilder als auf innere Konflikte setzt. Die Wahl des Kriegssettings des Ersten Weltkriegs gibt dem Ganzen einen historischen Rahmen, in dem persönliche Entscheidungen unmittelbare politische Konsequenzen haben.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich der Publikumsgunst. Seit seiner Entstehung 1936 sind fast neunzig Jahre vergangen, was ihn deutlich als frühes Beispiel des Spionagethrillers ausweist, in einer Phase, in der Hitchcock das Genre in Großbritannien noch vor seinen amerikanischen Arbeiten prägte. Im Vergleich zu späteren, actionbetonteren Agentenfilmen wirkt „Geheimagent“ stärker von zwischenmenschlicher Ambivalenz getragen als von reiner Spannungsdramaturgie.
Bilder



Besetzung & Stab
- Madeleine Carroll als Elsa Carrington
- John Gielgud als Richard Ashenden / Edgar Brodie
- Peter Lorre als The General
- Robert Young als Robert Marvin
- Percy Marmont als Caypor
- Florence Kahn als Mrs. Caypor
- Charles Carson als "R"
- Lilli Palmer als Lilli
- Denys Blakelock als Man (uncredited)
- Sebastian Cabot als Man (uncredited)
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Verfügbarkeit
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