Geraubte Küsse (1968)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | François Truffaut |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 96 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1968-09-04 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 350.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.500.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (472 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Antoine Doinel ist wegen Insubordination aus der Armee entlassen worden. Zurück im zivilen Leben sucht er seine frühere Freundin Christine Darbon auf. Deren Vater verschafft ihm eine Stelle als Nachtwächter in einem Hotel, doch wegen eines Privatdetektivs verliert Antoine den Posten schon am ersten Tag.
Als Entschädigung bietet ihm der Detektiv eine Arbeit in seiner Agentur an. Zunächst kümmert sich Antoine um Kleinigkeiten, bis er einen größeren Auftrag erhält: Er soll herausfinden, warum sämtliche Angestellten des Schuhgeschäfts von Georges Tabard ihren Chef verabscheuen. Im Laden begegnet er Fabienne Tabard, der Ehefrau des Besitzers, und diese Begegnung wird mehr als ein Detail seiner Ermittlung.
Entstehungsgeschichte
François Truffaut führte Regie bei dieser Mischung aus Komödie, Drama und Liebesfilm, die 1968 erschien und den Zyklus um die Figur Antoine Doinel fortführt, der bereits in zwei früheren Filmen erzählt wurde. Jean-Pierre Léaud spielt Antoine, Claude Jade ist als Christine Darbon zu sehen, Delphine Seyrig gibt Fabienne Tabard und Michael Lonsdale den Schuhhändler. Die Freigabe ab 12 Jahren passt zu einem Stoff, der seine Konflikte im Alltäglichen sucht.
Hinter den Kulissen
Die drei Genres beschreiben die Anlage recht genau. Die Komödie liegt in Antoines Ungeschick und in der Kette von Anstellungen, die er verliert oder zufällig bekommt. Das Drama steckt in der Orientierungslosigkeit eines jungen Mannes, der von der Armee in ein Hotel und von dort in eine Detektei gerät, ohne selbst zu wissen, wohin er will. Der Liebesfilm entfaltet sich zwischen zwei Frauen: der vertrauten Christine und der verheirateten Fabienne.
Die Detektei ist dabei ein kluger erzählerischer Kunstgriff. Sie gibt der Geschichte eine episodische Struktur und macht Antoine zum Beobachter anderer Leben, während er das eigene noch nicht sortiert hat.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten liegt die Bewertung deutlich im positiven Bereich, auch wenn sie sich auf wenige hundert Stimmen stützt. 58 Jahre nach seiner Entstehung erreicht der Film damit weiterhin ein Publikum, das ihn wohlwollend beurteilt. Innerhalb der Doinel-Reihe markiert er den Abschnitt, in dem die Figur ins Berufsleben stolpert, und als Liebeskomödie lebt er von der Reibung zwischen Zufall und Sehnsucht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Pierre Léaud als Antoine Doinel
- Claude Jade als Christine Darbon
- Delphine Seyrig als Fabienne Tabard
- Michael Lonsdale als Georges Tabard
- Daniel Ceccaldi als Lucien Darbon
- Claire Duhamel als Madame Darbon
- Harry-Max als Monsieur Henri
- André Falcon als Monsieur Blady
- Catherine Lutz als Catherine
- Martine Ferrière als Vendeuse en chef du magasin de chaussures
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Verfügbarkeit
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