Gran Torino (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Clint Eastwood |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-12-12 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 33.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 270.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (11.818 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Walt Kowalski, Koreakriegsveteran und pensionierter Ford-Arbeiter, hat gerade seine Frau beerdigt. Er sitzt auf seiner Veranda in einem Vorort von Detroit, in dem inzwischen fast nur noch Hmong-Familien leben, trinkt Bier und beschimpft alle, die vorbeikommen — auch seine eigenen Söhne.
Der Nachbarsjunge Thao versucht unter dem Druck einer Gang, Walts Ford Gran Torino zu stehlen, und wird erwischt. Als Wiedergutmachung schickt ihn seine Familie zum Arbeiten. Der Film erzählt daraus eine Annäherung, die keine der Seiten will, und läuft auf eine Entscheidung zu, mit der Walt den Kreislauf aus Vergeltung durchbricht — auf eine Weise, die niemand erwartet.
Entstehungsgeschichte
Nick Schenk schrieb das Drehbuch nach Erfahrungen aus einer Fabrik in Minnesota, in der er mit Hmong-Kollegen gearbeitet hatte. Die Hmong sind eine Volksgruppe aus Laos, von denen viele nach dem Vietnamkrieg in die USA flohen, weil sie auf amerikanischer Seite gekämpft hatten — ein Zusammenhang, den der Film zur Grundlage seiner Konstellation macht.
Mehrere Studios lehnten ab. Clint Eastwood übernahm Regie und Hauptrolle und kündigte an, es sei seine letzte Rolle als Darsteller. Er drehte den Film mit rund 33 Millionen Dollar Budget und in wenigen Wochen.
Hinter den Kulissen
Die Hmong-Rollen wurden weitgehend mit Laien besetzt, die aus der Gemeinschaft selbst stammten — Eastwood führte Auswahlverfahren in Detroit, Saint Paul und Fresno durch. Bee Vang und Ahney Her, die Geschwister spielen, hatten keine Schauspielerfahrung.
Eastwood dreht traditionell schnell, mit wenigen Wiederholungen und ohne Probe; mehrere Szenen bestehen aus der ersten Aufnahme. Er komponierte zudem einen Teil der Musik und singt das Titellied im Abspann. Der Wagen im Film ist ein Gran Torino von 1972 aus seinem eigenen Besitz.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 270 Millionen Dollar ein und wurde damit Eastwoods kommerziell erfolgreichster Film als Darsteller. Er erhielt keine Oscar-Nominierung, was seinerzeit für Diskussionen sorgte.
Die Rezeption innerhalb der Hmong-Gemeinschaft war geteilt: Anerkennung dafür, überhaupt sichtbar zu werden, und Kritik daran, dass die Erzählung erneut über eine weiße Hauptfigur läuft, die rettet. Bee Vang äußerte sich später ausführlich kritisch. Als Alterswerk gelesen, ist der Film bemerkenswert konsequent — Eastwood demontiert darin die Selbstjustizfigur, die er in den 1970ern selbst geprägt hatte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Clint Eastwood als Walt Kowalski
- Christopher Carley als Father Janovich
- Bee Vang als Thao
- Ahney Her als Sue
- Brian Haley als Mitch Kowalski
- Geraldine Hughes als Karen Kowalski
- Dreama Walker als Ashley Kowalski
- Brian Howe als Steve Kowalski
- John Carroll Lynch als Barber Martin
- William Hill als Tim Kennedy
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Verfügbarkeit
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