Hardcore - Ein Vater sieht rot (1979)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paul Schrader |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Thriller |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1979-02-09 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (335 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jake VanDorn ist der Inbegriff des amerikanischen Familienvaters: ein Geschäftsmann mit geordnetem Alltag, fester Moral und klaren Vorstellungen davon, wie ein anständiges Leben aussieht. Diese Ordnung zerbricht, als seine Tochter auf dem Weg in ein Feriencamp spurlos verschwindet. Weil niemand sonst etwas herausfindet, bleibt ihm nur der Weg zu einem Privatdetektiv.
Der Schnüffler Mast liefert schließlich einen Hinweis, der schwerer wiegt als jede Ungewissheit: Das Mädchen ist in einem billigen Pornofilm zu sehen. Von diesem Moment an verlässt sich VanDorn nicht länger auf andere. Er begibt sich selbst in eine Szene, die ihm in jeder Hinsicht fremd ist, um seine Tochter dort herauszuholen. Für einen Mann, dessen Leben bislang blitzsauber verlief, wird diese Suche weit mühsamer, als er es sich vorgestellt hat.
Entstehungsgeschichte
Paul Schrader inszenierte das Drama im Jahr 1979. Vor der Kamera stehen George C. Scott, Season Hubley und Dick Sargent, während Peter Boyle den Detektiv Mast spielt, jene Figur, die dem Vater den entscheidenden Hinweis liefert. Der deutsche Verleihtitel ergänzt das knappe Originalwort „Hardcore“ um den Zusatz „Ein Vater sieht rot“ und rückt damit die Perspektive des Vaters in den Vordergrund. Für Zuschauer unter 16 Jahren ist der Film nicht freigegeben.
Hinter den Kulissen
Drama, Krimi und Thriller greifen hier ineinander. Das Kriminalgerüst gibt die Suche vor, der Thriller sorgt für die Spannung beim Vordringen in ein gefährliches Milieu, und das Drama richtet den Blick auf den inneren Konflikt eines Mannes, dessen Wertvorstellungen auf eine Welt treffen, die er bis dahin nur verurteilt hat.
Bemerkenswert ist die Anlage der Hauptfigur. VanDorn ist kein Ermittler von Beruf, sondern ein Laie, der aus persönlicher Not handelt. Der Detektiv erscheint dabei zunächst als Vermittler zwischen zwei Welten, bevor der Vater diese Rolle selbst übernimmt. Gerade dieser Wechsel von der beauftragten zur eigenen Suche treibt die Geschichte voran.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,8 von 10 Punkten liegt die Durchschnittsbewertung deutlich über der Mitte der Skala. Getragen wird dieser Wert allerdings von erst einigen hundert Stimmen, was ihn eher als Tendenz denn als gefestigtes Urteil erscheinen lässt.
47 Jahre nach seinem Erscheinen gehört der Film zu jenen Kriminalstoffen, die ihre Spannung weniger aus dem Rätsel als aus der Konfrontation eines Außenstehenden mit einem abgeschotteten Milieu beziehen. Die Frage, was ein Vater bereit ist aufzugeben, bleibt dabei der eigentliche Kern.
Bilder








Besetzung & Stab
- George C. Scott als Jake VanDorn
- Peter Boyle als Andy Mast
- Season Hubley als Niki
- Dick Sargent als Wes DeJong
- Leonard Gaines als Ramada
- Dave Nichols als Kurt
- Gary Graham als Tod
- Larry Block als Detective Burrows
- Marc Alaimo als Ratan
- Leslie Ackerman als Felice
Weitere Filme von Paul Schrader
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.