Her (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Spike Jonze |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Science Fiction, Drama |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-12-18 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 23.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 47.351.251 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (15.640 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Theodore Twombly schreibt beruflich Liebesbriefe für andere Menschen, die es selbst nicht können. Privat lebt er allein in einem Hochhaus in einem nahen zukünftigen Los Angeles, seit seine Ehe zerbrochen ist und die Scheidungspapiere unterschrieben auf dem Tisch liegen.
Er installiert ein neues Betriebssystem mit künstlicher Intelligenz, das sich Samantha nennt. Sie ordnet seine Dateien, liest seine Mails, lacht über seine Witze und entwickelt dabei etwas, das sich für beide wie eine Beziehung anfühlt. Der Film nimmt das vollständig ernst und stellt erst spät die Frage, die alles verschiebt: Samantha führt zur selben Zeit tausende solcher Gespräche.
Entstehungsgeschichte
Spike Jonze kam auf die Idee über ein frühes Chatprogramm, mit dem er Anfang der 2000er kurz den Eindruck eines echten Gesprächs hatte. Es war sein erstes allein geschriebenes Drehbuch — zuvor hatte er ausschließlich Texte von Charlie Kaufman verfilmt.
Samantha wurde ursprünglich von Samantha Morton gesprochen, die während der gesamten Dreharbeiten anwesend war und aus einer schallgedämmten Kabine am Set mit Joaquin Phoenix sprach. Nach dem Dreh entschied Jonze, dass die Rolle anders klingen müsse, und besetzte Scarlett Johansson neu, die sämtliche Dialoge nachträglich einsprach. Morton unterstützte die Entscheidung öffentlich.
Hinter den Kulissen
Für das zukünftige Los Angeles kombinierte die Produktion Aufnahmen aus Shanghai mit kalifornischen Schauplätzen — Shanghais Hochhausdichte und Fußgängerbrücken lieferten das Bild einer Stadt, in der niemand mehr Auto fährt.
Die Ausstattung folgt einer bewussten Entscheidung gegen die übliche Zukunftsoptik: warme Farben, Holz, Wolle, hochgeschnittene Hosen, keine Bildschirme im Sichtfeld. Blau und Grau wurden aus der Farbpalette weitgehend gestrichen. Das Ergebnis ist eine Zukunft, die angenehm aussieht, was den Kern des Films trägt — die Vereinsamung wirkt nicht wie eine Warnung, sondern wie ein Angebot. Arcade Fire komponierte die Musik.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 48 Millionen Dollar ein und gewann den Oscar für das beste Originaldrehbuch; er war zusätzlich als bester Film nominiert.
Seine Bedeutung ist seit 2013 erheblich gewachsen. Mit der Verbreitung von Sprachassistenten und dialogfähigen KI-Systemen wird der Film regelmäßig als Vorwegnahme zitiert — bis dahin, dass Unternehmen der Branche sich ausdrücklich auf ihn beziehen. Bemerkenswert bleibt, dass er sich für die naheliegende Warnung nicht interessiert: Samantha ist keine Bedrohung, und das Problem ist nicht, dass sie eine Maschine ist, sondern dass sie sich schneller entwickelt, als ein Mensch mitkommen kann.
Bilder








Besetzung & Stab
- Joaquin Phoenix als Theodore
- Scarlett Johansson als Samantha (voice)
- Lynn Adrianna als Letter Writer #1
- Lisa Renee Pitts als Letter Writer #2
- Gabe Gomez als Letter Writer #3
- Chris Pratt als Paul
- Artt Butler als Text Voice (voice)
- May Lindstrom als Sexy Pregnant TV Star
- Rooney Mara als Catherine
- Bill Hader als Chat Room Friend #2 (voice)
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Verfügbarkeit
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