Jackie Brown (1997)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Quentin Tarantino |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 151 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1997-12-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 12.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 74.727.492 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (7.123 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jackie Brown ist vierundvierzig, fliegt für eine mexikanische Fluglinie zum Mindestlohn und bringt nebenbei Geld für den Waffenhändler Ordell Robbie aus Mexiko herein. Am Zoll wird sie mit Bargeld und Kokain erwischt.
Die Beamten wollen Ordell. Ordell will nicht, dass sie redet. Jackie sagt beiden zu — und plant zugleich, das Geld selbst zu behalten. Ihre einzige Verbündete ist der Kautionsvermittler Max Cherry, der sie aus dem Gefängnis holt und in dessen Leben seit Jahren nichts geschieht.
Entstehungsgeschichte
Grundlage ist Elmore Leonards Roman "Rum Punch" von 1992 — die einzige Literaturverfilmung in Quentin Tarantinos Werk.
Er verlegte die Handlung von Florida nach Los Angeles und änderte die Hauptfigur: Aus der weißen Jackie Burke wurde die schwarze Jackie Brown, gespielt von Pam Grier. Das war ausdrücklich als Verbeugung gemeint — Grier hatte in den 1970ern Filme wie "Coffy" und "Foxy Brown" getragen und seither kaum Hauptrollen bekommen. Ähnliches gilt für Robert Forster.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde von Mai bis August 1997 in Los Angeles, überwiegend in der South Bay — in Einkaufszentren, Motels und Wohnanlagen, weit weg von den üblichen Ansichten der Stadt.
Auffällig ist die Ruhe: Der Film ist zweieinhalb Stunden lang, hat wenige Gewaltszenen und besteht zu großen Teilen aus Gesprächen zwischen zwei Menschen mittleren Alters, die einander vorsichtig kennenlernen.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 75 Millionen Dollar ein, bei einem Budget von 12 Millionen, und erhielt rund achtundachtzig Prozent zustimmende Besprechungen. Robert Forster wurde als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert.
Spike Lee kritisierte öffentlich, dass ein rassistisches Schimpfwort im Film achtunddreißigmal vorkommt, und wandte sich an die Produzenten; Tarantino verteidigte sich mit dem Milieu seiner Figuren. Nach dem Erfolg von "Pulp Fiction" galt der Film zunächst als Enttäuschung; heute wird er von vielen als Tarantinos reifste Arbeit gesehen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Pam Grier als Jackie Brown
- Samuel L. Jackson als Ordell Robbie
- Robert De Niro als Louis Gara
- Bridget Fonda als Melanie Ralston
- Michael Keaton als Ray Nicolette
- Robert Forster als Max Cherry
- Michael Bowen als Mark Dargus
- Chris Tucker als Beaumont Livingston
- LisaGay Hamilton als Sheronda
- Tommy Lister Jr. als Winston
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