Kitchen Stories (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bent Hamer |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-05-15 |
| TMDB-Bewertung | 7 (129 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Schwedische Forscher aus dem Bereich der Effizienz- und Bewegungsstudien widmen sich einer eigentümlichen Aufgabe: Sie wollen unverheiratete, alleinlebende Männer mittleren Alters in Norwegen beobachten, um Küchen besser zu gestalten. Der Forscher Folke Nilsson wird dem Norweger Isak Bjornsson zugeteilt, um dessen Gewohnheiten als Junggeselle zu protokollieren. Die Regeln der Untersuchung schreiben vor, dass er dafür auf einem hochsitzähnlichen Stuhl in einer Zimmerecke Platz nimmt, ohne in das Geschehen einzugreifen. Isak, ein wortkarger, eigenbrötlerischer Mann, will sich diese Beobachtung nicht gefallen lassen und meidet fortan seine eigene Küche, beobachtet den Forscher stattdessen heimlich durch ein Loch in der Zimmerdecke. Aus dieser verkehrten Ausgangslage entwickelt sich zwischen den beiden Männern langsam eine Verbindung, die nie offen ausgesprochen wird, aber deutlich spürbar ist.
Entstehungsgeschichte
Bent Hamer führte bei diesem 2003 entstandenen Film Regie, der Drama und Komödie miteinander verbindet. In den zentralen Rollen sind Joachim Calmeyer, Tomas Norström, Bjørn Floberg und Reine Brynolfsson zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Grundkonstellation aus Beobachter und Beobachtetem, die sich in ihr Gegenteil verkehrt, trägt den Film als komödiantisches wie dramatisches Element zugleich: Die nüchterne, wissenschaftliche Methode gerät ins Wanken, sobald sie auf menschliche Sturheit und Einsamkeit trifft. Dass die Geschichte zwei skandinavische Nationen gegenüberstellt, deren Verhältnis sich erst allmählich annähert, gibt der persönlichen Annäherung der beiden Männer eine zusätzliche Bedeutungsebene. Die Erzählung setzt auf leise Beobachtung statt auf große Handlung, auf Blicke, Gesten und Schweigen statt auf Dialoge, was der Grundidee der Studie selbst entspricht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher überschaubaren, niedrigen dreistelligen Anzahl an Stimmen bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht übermäßig breit diskutierten Bereich. Seit seiner Entstehung sind über zwei Jahrzehnte vergangen, was ihn innerhalb der Kombination aus Drama und Komödie zu einem Werk macht, das aus einer Zeit stammt, in der leise, dialogarme Erzählweisen im europäischen Kino durchaus ihren Platz hatten. Innerhalb dieses Genres steht er für einen Ansatz, der auf Zurückhaltung statt auf große Gesten setzt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Joachim Calmeyer als Isak Bjørvik
- Tomas Norström als Folke Nilsson
- Bjørn Floberg als Grant
- Reine Brynolfsson als Malmberg
- Sverre Anker Ousdal als Dr. Jack Zac. Benjaminsen
- Gard B. Eidsvold als Bakkemann
- Lennart Jähkel als Green
- Leif Andrée als Dr. Ljungberg
- Bjørn Jenseg als Vaktmester
- Jan Gunnar Røise als Vaktmesterassistent
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Verfügbarkeit
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