Leben und Sterben des Colonel Blimp (1943)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Powell |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama, Liebesfilm, Komödie |
| Laufzeit | 163 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1943-07-26 |
| Budget | 2.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 275.472 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (278 Stimmen) |
Worum es geht
1902, mitten im Burenkrieg: Der englische Lieutenant Clive Wynn-Candy nutzt einen Fronturlaub, um sich einer Sache anzunehmen, die ihn eigentlich nichts angeht. Eine in Deutschland tätige Englischlehrerin hat ihn auf anti-englische Propaganda aufmerksam gemacht, die dort verbreitet wird. Statt sich an die Anweisungen seines Vorgesetzten zu halten, reist Candy eigenmächtig nach Berlin, um dieser Stimmungsmache entgegenzutreten. Wie sich diese Reise auf sein weiteres Leben auswirkt, bleibt an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1943 und wurde von Michael Powell inszeniert. In den Hauptrollen sind Roger Livesey, Deborah Kerr, Adolf Wohlbrück und Roland Culver zu sehen. Es handelt sich um ein Spielfilmwerk, das Kriegsgeschehen mit persönlichen Verwicklungen verbindet.
Hinter den Kulissen
Schon die Genrezuordnung verrät, dass hier kein einfacher Kriegsfilm vorliegt: Drama, Liebesfilm und Komödie stehen gleichberechtigt neben dem militärischen Rahmen. Diese Mischung deutet darauf hin, dass der Krieg eher Kulisse für eine Charakterstudie ist als eigentliches Zentrum. Die Ausgangssituation, ein Offizier, der gegen Befehl handelt, weil er von einer Zivilistin auf ein Problem aufmerksam gemacht wird, legt nahe, dass persönliche Überzeugung und institutionelle Ordnung im Zentrum der Erzählung stehen. Dass die Handlung mit dem Burenkrieg beginnt, während der Titel von "Leben und Sterben" spricht, lässt zudem vermuten, dass sich die Geschichte über einen längeren Zeitraum erstreckt und Candys Weg über diesen einen Vorfall hinausreicht. Die Besetzung mit Roger Livesey in der zentralen Rolle sowie Deborah Kerr und Adolf Wohlbrück deutet auf mehrere gewichtige Figuren rund um Candy hin, die vermutlich auch die Liebes- und Dramaelemente tragen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 von 10 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeigt sich ein positives, aber statistisch noch nicht sehr breit abgesichertes Echo. Seit der Entstehung des Films 1943 sind über achtzig Jahre vergangen, was ihn zu einem Zeugnis britischen Kriegsfilmschaffens aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs macht. Innerhalb des Genres nimmt er insofern eine besondere Stellung ein, als er Krieg nicht isoliert, sondern eingebettet in Komödie und Liebesgeschichte verhandelt, eine für die Entstehungszeit ungewöhnliche Kombination.
Bilder








Besetzung & Stab
- Roger Livesey als Major General Clive Wynne-Candy
- Deborah Kerr als Edith Hunter / Barbara Wynne / Angela "Johnny" Cannon
- Anton Walbrook als Theo Kretschmar-Schuldorff
- Roland Culver als Col. Betteridge
- James McKechnie als Spud Wilson
- Arthur Wontner als Embassy Counsellor
- David Hutcheson als Hoppy
- Ursula Jeans als Frau von Kalteneck
- John Laurie als Murdoch
- Harry Welchman als Major Davies
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