Les Chatouilles (2018)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andréa Bescond |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2018-11-14 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (387 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Odette ist acht Jahre alt, und zwei Dinge füllen ihr Leben aus: das Tanzen und das Malen. Die Welt eines Kindes, das sich ganz in Bewegung und Farbe verliert, ist in sich geschlossen und selbstverständlich. Als ein Freund ihrer Eltern beginnt, mit ihr sogenannte „Kitzelspiele“ zu spielen, fehlt Odette jeder Maßstab, um zu erkennen, was da mit ihr geschieht. Warum sollte sie etwas infrage stellen, das ein vertrauter Erwachsener als Spiel ausgibt?
Jahre später ist aus dem Mädchen eine erwachsene Frau geworden, die das Erlebte nicht hinter sich lassen kann. Den Weg, sich dem Missbrauch zu stellen, findet sie im Tanz. Über ihn versucht Odette, die Kontrolle über den eigenen Körper zurückzugewinnen, die ihr als Kind genommen wurde.
Entstehungsgeschichte
Andréa Bescond hat den Film 2018 inszeniert und gehört zugleich selbst zur Besetzung. An ihrer Seite spielen Karin Viard, Clovis Cornillac und Pierre Deladonchamps. Die Regisseurin prägt den Film damit in doppelter Funktion, hinter und vor der Kamera. Der französische Titel, international als „Little Tickles“ bekannt, greift genau jenes verharmlosende Wort auf, hinter dem sich die Tat verbirgt.
Hinter den Kulissen
Bemerkenswert ist die Verbindung von Drama und Komödie bei einem Stoff, der von sexuellem Missbrauch an einem Kind handelt. Diese Mischung lässt darauf schließen, dass der Film seine Hauptfigur nicht auf die Rolle des Opfers reduziert, sondern ihr Humor, Eigensinn und Lebendigkeit zugesteht. Der Tanz ist dabei mehr als ein Hobby: Er wird zum Ausdrucksmittel, mit dem Odette verarbeitet, wofür ihr lange die Worte fehlten.
Die Erzählung spannt einen Bogen von der Kindheit ins Erwachsenenalter. Damit rückt weniger die Tat selbst ins Zentrum als ihre Nachwirkung über viele Jahre hinweg.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,4 von 10 Punkten fällt die Bewertung deutlich positiv aus, getragen von einigen hundert Stimmen. Das ist eine überschaubare, aber belastbare Grundlage, die auf ein aufmerksames Publikum schließen lässt, das sich bewusst auf einen schweren Stoff einlässt.
Acht Jahre nach seinem Erscheinen steht der Film für eine Form des Erzählens über Missbrauch, die Schmerz und Lebensmut nebeneinander bestehen lässt, statt das eine gegen das andere auszuspielen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Andréa Bescond als Odette Le Nadant
- Karin Viard als Mado Le Nadant
- Clovis Cornillac als Fabrice Le Nadant
- Pierre Deladonchamps als Gilbert Miguié
- Grégory Montel als Lenny
- Carole Franck als La psy
- Gringe als Manu
- Ariane Ascaride als Mme Malec, la prof de danse
- Cyrille Mairesse als Odette enfant
- Léonie Simaga als Lola
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