Les Gardiennes (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Xavier Beauvois |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-12-06 |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (117 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Frankreich während des Ersten Weltkriegs: Der Hof von Hortense Sandrail liegt fernab der Front, mitten in einem namenlosen Bocage. Der Krieg selbst bleibt unsichtbar, dringt nur in Albträumen zu den Frauen durch, während die Männer in den Schützengräben von Verdun auf die nächste Offensive warten. Hortense kümmert sich um die Felder, ihre Tochter Solange um den Gemüsegarten. Als die Arbeit zu viel wird, stellt Hortense die junge Waise Francine als Hilfskraft ein, vermittelt vom Bürgermeister. Francine geht mit einer Selbstverständlichkeit ans Werk, die dem Hof rasch zu seiner Routine zurückverhilft. Der Film nimmt sich für diese Ausgangslage Zeit: Sommer, Ernte und Winter ziehen als Bildfolge vorbei, aus Weizenfeldern im Licht, Morgennebel über der Scheune und gedämpftem Schnee entsteht ein ruhiger, fast schon jahreszeitlicher Rhythmus, bevor sich daraus ein Handlungsstrang verdichtet.
Entstehungsgeschichte
Xavier Beauvois führte bei diesem 2017 entstandenen Drama Regie, das den Krieg als Kriegsfilm ohne Fronterfahrung erzählt. In den Hauptrollen stehen Nathalie Baye als Hortense, Laura Smet als Solange sowie Iris Bry als Francine und Cyril Descours. Die Besetzung setzt sich vor allem aus Frauenfiguren zusammen, was der Anlage der Geschichte entspricht.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Kriegsfilm ist hier keine Ansammlung von Schlachten, sondern die Beschreibung einer Leerstelle: Der Krieg existiert als Abwesenheit, als das, was fehlt und wovon erzählt wird, ohne es zu zeigen. Dass die Handlung sich zunächst über landwirtschaftliche Arbeit, Jahreszeiten und Naturbilder aufbaut, verlagert das Kriegsgeschehen in den Alltag derer, die zurückbleiben. Die Ankunft einer Außenseiterin wie Francine, die von außen in ein bestehendes Gefüge eintritt, deutet zudem an, dass die eigentliche Spannung der Geschichte aus Beziehungen und Verschiebungen innerhalb dieser Frauengemeinschaft entsteht, nicht aus äußerer Bedrohung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen ließe. Seit dem Erscheinungsjahr 2017 sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, in denen sich die Bewertungsgrundlage kaum verändert zu haben scheint. Innerhalb des Kriegsfilm-Genres nimmt der Film insofern eine Randposition ein, als er den Krieg konsequent ausspart und stattdessen auf das Leben abseits der Front blickt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nathalie Baye als Hortense Sandrail
- Laura Smet als Solange
- Iris Bry als Francine Riant
- Cyril Descours als Georges Sandrail
- Olivier Rabourdin als Clovis
- Gilbert Bonneau als Henri Sandrail
- Nicolas Giraud als Constant Sandrail
- Mathilde Viseux als Marguerite Sandrail
- Ophélie-Marion Debiais
- Xavier Maly als Edgar
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Verfügbarkeit
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