Liebende Frauen (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ken Russell |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 131 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-09-13 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 1.250.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (140 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im proletarischen England der 1920er Jahre führen die Schwestern Gudrun und Ursula Brangwen ein Leben als emanzipierte Lehrerinnen, das durch zwei Männer aus dem Gleichgewicht gerät: die befreundeten Rupert Birkin und Gerald Crich. Ursula, die romantischere der beiden Schwestern, verliebt sich in den vitalen Rupert und heiratet ihn. Gudrun, intellektueller und distanzierter angelegt, lässt sich auf eine leidenschaftliche, zunehmend belastete Affäre mit dem labilen Gerald ein. Eine gemeinsame Reise in die Schweizer Alpen bringt die Spannungen zwischen den Paaren offen zum Ausbruch, die Beziehungen driften auseinander. Gerald, unglücklich an Gudruns Seite, muss miterleben, wie sie sich einem homosexuellen Bildhauer zuwendet. Wie diese Konstellation endet, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
„Liebende Frauen“ entstand 1969 unter der Regie von Ken Russell. In den Hauptrollen sind Alan Bates, Oliver Reed, Glenda Jackson und Jennie Linden zu sehen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm zeigt sich hier nicht als einfache Romanze, sondern als Geflecht widersprüchlicher Beziehungen: Zwei Schwestern, zwei Freunde, zwei völlig unterschiedliche Temperamente – romantisch versus intellektuell, vital versus labil. Diese Gegenüberstellung erlaubt es, ein und dasselbe Grundthema, das Verhältnis von Erotik, Freiheit und Bindung, aus mehreren Perspektiven zu beleuchten. Dass die Geschichte über zwei Paare gleichzeitig erzählt wird, deutet auf eine vergleichende Anlage hin, bei der die eine Beziehung als Kontrastfolie zur anderen dient. Auch der Ortswechsel in die Schweizer Alpen markiert erzählerisch einen Wendepunkt, an dem sich die zuvor angelegten Spannungen zuspitzen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 aus einem eher überschaubaren, dreistelligen Stimmenaufkommen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus ein eindeutiges Urteil ableiten ließe. Seit der Entstehung 1969 sind mittlerweile mehr als fünfzig Jahre vergangen, was den Film als Zeitzeugnis des britischen Kinos jener Epoche erscheinen lässt. Innerhalb des Genres von Drama und Liebesfilm steht er für eine Erzählweise, die Beziehungen nicht linear, sondern in ihren Widersprüchen und Verwerfungen zeigt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alan Bates als Rupert Birkin
- Oliver Reed als Gerald Crich
- Glenda Jackson als Gudrun Brangwen
- Jennie Linden als Ursula Brangwen
- Eleanor Bron als Hermione Roddice
- Alan Webb als Thomas Crich
- Vladek Sheybal als Loerke
- Catherine Willmer als Mrs. Crich
- Phoebe Nicholls als Winifred Crich
- Sharon Gurney als Laura Crich
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Verfügbarkeit
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