Tommy (1975)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ken Russell |
|---|---|
| Genre | Drama, Musik |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1975-03-19 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 34.300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (386 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ihr Mann gilt im Zweiten Weltkrieg als verschollen, und so muss Nora Walker ihren neugeborenen Sohn Tommy allein großziehen. Der Junge entwickelt sich prächtig, bis er eines Nachts seine Mutter mit „Onkel“ Frank im Bett ertappt. Von diesem Moment an ist Tommy taubstumm und blind.
Alle Versuche, ihn zu heilen, schlagen fehl. Dann aber entdeckt Tommy einen Flipperautomaten, und es zeigt sich, dass er an diesem Gerät ein außergewöhnliches Talent besitzt. Er steigt zum Weltmeister im Flippern auf, und um ihn herum wächst eine Anhängerschaft, die in ihm weit mehr sieht als einen Spieler. Welche Wendung sein Leben daraufhin nimmt, soll hier nicht vorweggenommen werden.
Entstehungsgeschichte
Ken Russell drehte diesen Film im Jahr 1975. Zur Besetzung gehören Oliver Reed, Ann-Margret, Roger Daltrey und Elton John. Die Verbindung von Drama und Musik legt nahe, dass die Musik hier nicht Beiwerk ist, sondern das Erzählen selbst mitträgt. Mit einer Freigabe ab 16 Jahren richtet sich der Film an ein älteres Publikum.
Hinter den Kulissen
Drama und Musik bilden hier eine enge Verbindung. Die Geschichte eines Kindes, das nach einem traumatischen Erlebnis weder sehen noch hören noch sprechen kann, ist im Kern ein schweres Familiendrama. Zugleich verlangt gerade diese Hauptfigur nach einer Erzählweise, die über Klang und Bild funktioniert, weil sie sich in Worten nicht mitteilen kann.
Auffällig ist die Wendung vom Leiden zur Verehrung. Der Flipperautomat wird zum Schlüssel, und aus dem isolierten Jungen wird eine Figur, die von zahllosen Anhängern als neuer Messias gefeiert wird. Damit berührt der Film Fragen nach Ruhm, Massenbegeisterung und der Sehnsucht nach Erlösung. Die Familienkonstellation mit der Mutter und dem „Onkel“ bildet den dunklen Ausgangspunkt, von dem aus sich die Geschichte ins Übergroße und Symbolische steigert.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 6,5 von 10 spricht für eine insgesamt wohlwollende, aber geteilte Aufnahme. Grundlage sind einige hundert Stimmen, genug für eine erste Einschätzung. Seit dem Erscheinen sind 51 Jahre vergangen.
Im Musikfilm nimmt der Titel eine Sonderstellung ein, weil er keine Musikerbiografie und keine Bühnengeschichte erzählt, sondern eine Parabel über Trauma und Verehrung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Oliver Reed als Frank
- Ann-Margret als Nora
- Roger Daltrey als Tommy
- Elton John als The Pinball Wizard
- Eric Clapton als The Preacher
- John Entwistle als Himself
- Keith Moon als Uncle Ernie
- Paul Nicholas als Cousin Kevin
- Jack Nicholson als The Specialist
- Robert Powell als Captain Walker
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Verfügbarkeit
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