Matrix (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lana Wachowski |
|---|---|
| Genre | Action, Science Fiction |
| Laufzeit | 136 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-03-31 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 63.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 463.517.383 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,3 (28.759 Stimmen) |
| Verfügbar bei | HBO Max |
Trailer
Worum es geht
Der Programmierer Thomas Anderson führt ein Doppelleben: tagsüber Angestellter einer Softwarefirma, nachts der Hacker Neo, der seit Monaten einer Frage nachgeht, die er nicht formulieren kann. Über Trinity und Morpheus erfährt er die Antwort: Die Welt, in der er lebt, ist eine Simulation, erzeugt von Maschinen, die die Menschheit unterworfen und als Energiequelle in Tanks eingelagert haben. Das Jahr ist nicht 1999, sondern rund zweihundert Jahre später.
Neo wird aus der Simulation befreit und lernt, dass ihre Regeln verhandelbar sind, wenn man weiß, dass es Regeln sind. Der Film verbindet diese Prämisse mit einer klassischen Auserwählten-Erzählung — und stellt sie gleichzeitig infrage, weil die entscheidende Frage nicht lautet, ob Neo der Eine ist, sondern ob er es selbst glaubt.
Entstehungsgeschichte
Lana und Lilly Wachowski schrieben das Drehbuch Mitte der 1990er, konnten Warner Bros. aber nicht überzeugen. Das Studio ließ sie zunächst den deutlich kleineren Thriller "Bound" drehen — erst dessen Gelingen machte den Weg für "Matrix" frei.
Um die Bildideen zu vermitteln, ließen die Wachowskis das gesamte Drehbuch von den Comiczeichnern Steve Skroce und Geof Darrow als Storyboards durchzeichnen. Diese Mappe, nicht das Skript, überzeugte die Produktionsleitung. Zu den Einflüssen zählten offen benannt japanische Animationsfilme, Hongkong-Actionkino, Comics und Philosophie — der Film selbst lässt Baudrillards "Simulacra und Simulation" als Requisite auftreten.
Hinter den Kulissen
Der Aufwand begann vor dem Dreh. Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Laurence Fishburne und Hugo Weaving absolvierten unter dem Hongkonger Choreografen Yuen Woo-ping ein viermonatiges Kampftraining, bevor die erste Klappe fiel — in Hollywood damals ein unerhörter Vorlauf. Reeves trainierte trotz einer frisch operierten Halswirbelsäule.
Für das später als "Bullet Time" bekannte Verfahren stellte das Team über hundert Fotokameras auf eine berechnete Schiene, löste sie nacheinander aus und interpolierte die Zwischenbilder digital: Die Kamera umkreist eine Bewegung, die praktisch stillsteht. Gedreht wurde in Sydney. Die Simulationswelt bekam durchgehend einen grünen Farbstich, die reale Welt einen blauen — eine Regel, die konsequent bis in die Beleuchtung durchgehalten wurde. Die herabfallenden Zeichen des Vorspanns setzte der Designer Simon Whiteley aus gespiegelten japanischen Schriftzeichen zusammen, die er von Sushi-Rezepten abfotografiert hatte.
Einordnung & Wirkung
"Matrix" gewann vier Oscars — Schnitt, Ton, Tonschnitt und visuelle Effekte — und setzte sich dabei gegen "Star Wars: Episode I" durch, den Favoriten des Jahres. Weltweit spielte er über 460 Millionen Dollar ein.
Sein Einfluss auf die Bildsprache des Actionkinos war unmittelbar und massiv: Zeitlupenumkreisungen, Drahtseilchoreografien und der grünliche Digitallook wurden binnen zwei Jahren so breit kopiert und parodiert, dass sie als Klischee galten, bevor die Fortsetzungen erschienen. Darüber hinaus lieferte der Film mit der Wahl zwischen roter und blauer Pille eine Metapher, die längst außerhalb des Kinos zirkuliert — in politischen Kontexten oft in einer Bedeutung, die dem Film widerspricht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Keanu Reeves als Neo
- Laurence Fishburne als Morpheus
- Carrie-Anne Moss als Trinity
- Hugo Weaving als Agent Smith
- Gloria Foster als Oracle
- Joe Pantoliano als Cypher
- Marcus Chong als Tank
- Julian Arahanga als Apoc
- Matt Doran als Mouse
- Belinda McClory als Switch
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Verfügbarkeit
Im Abo verfuegbar bei: HBO Max.