Mephisto (1981)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | István Szabó |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 144 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1981-02-11 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (156 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein deutscher Bühnenschauspieler steigt mit seiner Rolle in einem Faust-Stück zu großer Popularität auf, ausgerechnet in dem Moment, in dem die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernehmen. Während Kollegen und Freunde aus seinem Umfeld fliehen oder unter dem Terror des Regimes zerbrechen, wächst sein öffentliches Ansehen weiter. Die Figur, die er spielt, beginnt seine eigene Existenz zu überlagern, bis sein eigentliches Talent nicht mehr der Schauspielerei auf der Bühne gilt, sondern dem Aufrechterhalten einer Fassade gegenüber seinen mächtigen Gönnern.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1981 unter der Regie von István Szabó. In den Hauptrollen sind Klaus Maria Brandauer, Krystyna Janda, Ildikó Bánsági und Rolf Hoppe zu sehen. Freigegeben ist das Drama ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verbindet das Theatermilieu mit der politischen Zäsur der beginnenden NS-Herrschaft und macht daraus ein Drama über Anpassung und Selbstverleugnung. Dass der Stoff um eine Faust-Aufführung kreist, verleiht der Handlung eine zusätzliche Ebene: Der Pakt mit einer dunklen Macht, den die Bühnenfigur eingeht, spiegelt sich im Verhalten des Schauspielers selbst, der sich mit den neuen Machthabern arrangiert. Die Konzentration auf eine einzelne Figur, deren Karriere und Charakter zunehmend ununterscheidbar werden, macht den Film zu einer Studie über Opportunismus statt zu einem reinen historischen Panorama. Dass die übrige Besetzung Figuren stellt, die fliehen oder verfolgt werden, während die Hauptfigur aufsteigt, verschärft den Kontrast zwischen individuellem Erfolg und kollektivem Leid.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im oberen Bereich seines Genres, ohne dass sich daraus eine breite, aktuelle Rezeption ablesen ließe. Seit der Entstehung 1981 sind mehr als vier Jahrzehnte vergangen, in denen sich der Blick auf Filme über die NS-Zeit vielfach gewandelt hat. Innerhalb des Dramas positioniert sich der Titel als Charakterstudie, die politische Geschichte über das Schicksal einer einzelnen, moralisch zwiespältigen Figur erzählt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Klaus Maria Brandauer als Hendrik Höfgen
- Krystyna Janda als Barbara Bruckner
- Ildikó Bánsági als Nicoletta von Niebuhr
- Rolf Hoppe als Tábornagy
- Karin Boyd als Juliette Martens
- György Cserhalmi als Hans Miklas
- Péter Andorai als Otto Ulrichs
- Christine Harbort als Lotte Lindenthal
- Tamás Major als Oskar Kroge, színigazgató
- Ildikó Kishonti als Dora Martin, primadonna
Weitere Filme von István Szabó
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.