Nachtblende (1975)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrzej Żuławski |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1975-02-12 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 7 (138 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nadine schlägt sich als Schauspielerin mit billigen Pornoproduktionen durch, weit entfernt von den Rollen, die sie sich wünscht. Über den Fotografen Servais Mont, der selbst nur widerwillig für den Kredithai Mazelli freizügige Aufnahmen macht, um seine Schulden zu tilgen, eröffnet sich ihr eine Chance: Servais setzt sich dafür ein, dass sie über den Schauspieler Zimmer und den Regisseur Messala eine Rolle in einer Inszenierung von „Richard III.“ bekommt. Die Finanzierung des Stücks treibt ihn jedoch erneut in Mazellis Abhängigkeit. Zwischen Servais, dem sie sich zunehmend zuneigt, und ihrem Ehemann Jacques, dem sie sich verpflichtet fühlt, gerät Nadine in einen Zwiespalt, der die Geschichte bis zum Ende trägt.
Entstehungsgeschichte
Andrzej Żuławski führte bei diesem 1975 entstandenen Drama Regie, das Liebesgeschichte und Milieustudie miteinander verbindet. In den Hauptrollen sind Romy Schneider als Nadine, Fabio Testi als Servais Mont sowie Jacques Dutronc und Claude Dauphin zu sehen. Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangskonstellation – eine Schauspielerin, die zwischen Pornofilm und Shakespeare-Bühne pendelt, ein Fotograf, der sich zwischen Zärtlichkeit und Zuhälterei bewegt – zeigt, wie eng hier Kunst, Geld und Körper verknüpft sind. Die Kombination aus Drama und Liebesfilm täuscht dabei nicht über die Härte der Milieuzeichnung hinweg: Kredithai, Zwangslagen und finanzielle Abhängigkeit bilden den Rahmen, in dem sich die eigentliche Gefühlsgeschichte entfalten muss. Dass die Rettung ausgerechnet über eine Theaterrolle in „Richard III.“ gesucht wird, setzt der schmutzigen Realität einen hochliterarischen Kontrapunkt entgegen, der die Zerrissenheit der Figuren noch deutlicher macht. Auch das Dreieck aus Nadine, Servais und dem Ehemann Jacques ist so angelegt, dass keine Lösung ohne Verlust denkbar scheint.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl steht der Film solide da, ohne dass sich daraus eine breite Popularität ablesen ließe. Seit der Entstehung 1975 sind mittlerweile fast fünfzig Jahre vergangen, was den Film klar in eine andere filmische Epoche einordnet, in der Dramen dieser Machart und mit dieser Direktheit im Umgang mit Sexualität und Ausbeutung entstanden. Innerhalb des Liebesfilm-Genres nimmt er durch seine schonungslose Milieuzeichnung eine eigenständige Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Romy Schneider als Nadine Chevalier
- Fabio Testi als Servais Mont
- Jacques Dutronc als Jacques Chevalier
- Claude Dauphin als Mazelli
- Roger Blin als Servais' Father
- Nicoletta Machiavelli als Luce Lapade
- Klaus Kinski als Karl-Heinz Zimmer
- Gabrielle Doulcet als Madame Mazelli
- Michel Robin als Raymond Lapade
- Guy Mairesse als Laurent Messala
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Verfügbarkeit
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