Nur die Sonne war Zeuge (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | René Clément |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-03-10 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (623 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Richard Greenleaf, Sohn eines amerikanischen Milliardärs, genießt sein Leben mit seiner Freundin Marge Duval lieber in Italien, als sich zu Hause um die Geschäfte zu kümmern. Sein Vater beauftragt deshalb Tom Ripley, der behauptet, Richard vom College her zu kennen, den Sohn aufzuspüren und zur Heimkehr zu bewegen. Fünftausend Dollar sind ihm dafür zugesagt.
Ripley findet Richard – und denkt nicht an den Rückflug. Auch er möchte das süße Leben kennenlernen, und er hat mehr im Sinn als den Auftrag. Weshalb sich mit der vereinbarten Summe abspeisen lassen, wenn erheblich mehr zu holen wäre? Zunächst allerdings muss er einige Demütigungen des recht überheblichen Lebemanns hinnehmen.
Entstehungsgeschichte
René Clément führte Regie; erschienen ist der Film 1960, englisch unter dem Titel „Purple Noon“. Alain Delon, Marie Laforêt, Maurice Ronet und Erno Crisa sind zu sehen. Die Konstellation der Hauptrollen – zwei Männer und die Frau zwischen ihnen – ist bereits in der Besetzung angelegt. Sechzehn Jahre setzt die Freigabe als Untergrenze an.
Hinter den Kulissen
Krimi, Drama und Thriller stehen nebeneinander, und die Motive präzisieren, wie sich das verteilt. Doppelidentität und Plan benennen den Kern: Es geht nicht um die Aufklärung einer Tat, sondern um ihre Durchführung und Aufrechterhaltung – der Zuschauer steht auf der Seite dessen, der etwas zu verbergen hat. Poker steht für die Grundhaltung des Bluffs, Segelboot und Segeln für den Schauplatz, der die Figuren auf engstem Raum zusammenzwingt und zugleich vom Festland abschneidet. Das Dramatische liegt im Gefälle zwischen den beiden Männern: Der eine besitzt alles, der andere bedient ihn und rechnet dabei.
Einordnung & Wirkung
7,6 von 10 ist der höchste Wert in dieser Auswahl, gestützt auf eine begrenzte, aber deutlich zustimmende Bewertungsbasis. 66 Jahre nach dem Erscheinen steht der Film für eine Spielart des Kriminalfilms, die auf Verfolgungsjagden verzichtet und ihre Spannung aus der Frage bezieht, wie lange eine Täuschung trägt. Innerhalb des Genres gehört diese Anordnung – Täterperspektive statt Ermittlerperspektive – zu den anspruchsvolleren.
Bilder








Besetzung & Stab
- Alain Delon als Tom Ripley
- Marie Laforêt als Marge Duval
- Maurice Ronet als Philippe Greenleaf
- Erno Crisa als Inspector Riccordi
- Frank Latimore als O'Brien
- Billy Kearns als Freddy Miles
- Ave Ninchi als Signora Gianna
- Viviane Chantel als Belgian Lady
- Nerio Bernardi als Agency Director
- Barbel Fanger als Mr. Greenleaf
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