Persischstunden (2020)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Vadim Perelman |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 127 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2020-04-17 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 3.825.668 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (516 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Besetztes Frankreich, 1942. Gilles wird zusammen mit anderen Juden von SS-Soldaten verhaftet und in ein Lager in Deutschland gebracht. Der sofortigen Hinrichtung entgeht er nur knapp, indem er den Wachen schwört, kein Jude zu sein, sondern Perser. Die Lüge rettet ihn vorerst, doch sie bringt ihm einen Auftrag ein, an dem sein Leben hängt: Er soll dem Lagerleiter Koch Farsi beibringen.
Koch träumt davon, nach dem Krieg ein Restaurant im Iran zu eröffnen. Gilles spricht kein Wort Farsi. Also erfindet er Tag für Tag neue Wörter einer Sprache, die es so nicht gibt, und lehrt sie einem Mann, der ihn jederzeit töten lassen könnte.
Entstehungsgeschichte
Vadim Perelman hat den Film inszeniert, der 2020 erschienen ist. Nahuel Pérez Biscayart, Lars Eidinger, Jonas Nay und Leonie Benesch bilden die Besetzung. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren – für einen Stoff, der in einem Konzentrationslager spielt, ein Hinweis darauf, dass die Erzählung ihre Spannung nicht aus expliziter Gewalt bezieht.
Hinter den Kulissen
Kriegsfilm und Drama sind die Genres, die Motive heißen Konzentrationslager, Zweiter Weltkrieg, KZ-Häftling und deutscher Offizier – und mit „Kurzgeschichte“ klingt auch die Form an, aus der der Stoff stammt. Eine Kurzgeschichte lebt von einer einzigen zugespitzten Idee, und genau so ist der Film angelegt: ein Häftling, ein Offizier, eine erfundene Sprache.
Die Anlage ist ein Kammerspiel im Ausnahmezustand. Die Beziehung zwischen Gilles und Koch beruht auf einem Betrug, der beide bindet – der eine muss ihn aufrechterhalten, der andere darf ihn nicht durchschauen. Die Sprache, die dabei entsteht, ist zugleich Überlebensmittel und Fessel: Wer sie erfindet, muss sich jedes Wort merken, denn der Schüler wird es wieder abfragen.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung von 7,6 von 10 liegt deutlich über dem Durchschnitt, bei einer Stimmenzahl im mittleren dreistelligen Bereich. Sechs Jahre nach dem Erscheinen gehört er zu den jüngeren Titeln unter den Filmen über den Zweiten Weltkrieg und nimmt dort eine eigene Stellung ein: Er erzählt vom Lager nicht über die Masse der Opfer, sondern über eine einzelne List, an der sich Macht und Ohnmacht zwischen Täter und Häftling ablesen lassen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nahuel Pérez Biscayart als Gilles
- Lars Eidinger als Klaus Koch
- Jonas Nay als Max
- Leonie Benesch als Elsa
- Alexander Beyer als Camp Commander
- David Schütter als Paul
- Luisa-Céline Gaffron als Yana
- Andreas Hofer als Adjutant von Dewitz
- Giuseppe Schillaci als Marco Rossi
- Antonin Chalon als Jacob Rossi
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Verfügbarkeit
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