Requiem (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Hans-Christian Schmid |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-03-02 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 99.963 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (127 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Micaela wächst in einer süddeutschen Kleinstadt der 1970er-Jahre auf, in einem streng religiösen Elternhaus. Der Vater begegnet ihr liebevoll, aber ohne viel Widerstandskraft, die Mutter bleibt kühl und auf Distanz. Seit Jahren kämpft Micaela gegen ihre Epilepsie, doch ihr eigentliches Ziel ist der Auszug: das Studium, die erste eigene Wohnung, ein Leben außerhalb der elterlichen Kontrolle. An der Universität erlebt sie zum ersten Mal etwas wie Freiheit. Eine aufkeimende Beziehung zu Stefan und die Freundschaft mit Hanna öffnen ihr eine Welt jenseits von Glauben und Familie, jenem Gerüst, das ihr bislang Halt und Sicherheit gegeben hat. Wie sich dieser Konflikt zwischen neuer Freiheit und altem Schutzraum am Ende entwickelt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
„Requiem“ entstand 2006 unter der Regie von Hans-Christian Schmid. Der Film ist als Drama angelegt und trägt die Altersfreigabe ab 12 Jahren. Die zentrale Rolle der Micaela spielt Sandra Hüller, an ihrer Seite stehen Burghart Klaußner, Imogen Kogge und Anna Blomeier.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verzichtet auf äußere Effekte und konzentriert sich ganz auf die innere Zerreißprobe einer jungen Frau zwischen familiärer Frömmigkeit und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Dass Epilepsie und religiöse Erziehung so eng miteinander verknüpft werden, macht deutlich, wie sehr Krankheit hier auch als Deutungsfrage verhandelt wird: Was für die einen ein medizinisches Problem ist, kann für andere ein Zeichen sein, das sich religiös lesen lässt. Die Besetzung mit vier zentralen Figuren – Tochter, Vater, Mutter, Freundin – hält die Erzählung nah an Micaelas Familienkreis und ihrem neuen sozialen Umfeld, ohne sich in Nebenhandlungen zu verlieren. Das reine Drama-Etikett unterstreicht, dass es dem Film um psychologische Genauigkeit geht, nicht um Genresensation.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich „Requiem“ im mittleren bis oberen Bereich dramatischer Charakterstudien, ohne dass sich daraus ein eindeutiges Urteil ableiten lässt. Der Film liegt inzwischen fast zwei Jahrzehnte zurück, was seinen ruhigen, unaufgeregten Erzählstil von aktuelleren Verarbeitungen ähnlicher Themen unterscheidet. Innerhalb des Dramagenres steht er für eine Herangehensweise, die auf Zurückhaltung statt auf Zuspitzung setzt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Sandra Hüller als Michaela Klingler
- Burghart Klaußner als Karl Klingler
- Imogen Kogge als Marianne Klingler
- Anna Blomeier als Hanna Imhof
- Nicholas Reinke als Stefan Weiser
- Walter Schmidinger als Gerhart Landauer
- Johann Adam Oest als Professor
- Eva Löbau als Nurse
- Friederike Adolph als Helga Klingler
- Jens Harzer als Martin Borchert
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Verfügbarkeit
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