Sehnsucht (1954)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luchino Visconti |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1954-03-25 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (256 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Venedig steht unter österreichischer Besatzung, als die verheiratete Contessa Livia Serpieri sich in den österreichischen Offizier Franz Mahler verliebt. Ein gemeinsamer Heimweg wird zum Geständnis, danach treffen sich die beiden heimlich in einer Pension. Livia gibt sich der Beziehung mit dem deutlich jüngeren Mann bedingungslos hin, während dieser vor allem an ihr Geld interessiert zu sein scheint. Als er eines Tages nicht zu einem verabredeten Treffen erscheint, muss Livia erkennen, dass sie hintergangen wird. Mit dem Ausbruch des Krieges zieht sich die Familie Serpieri schließlich auf ihr Landgut bei Aldeno in der Nähe von Verona zurück. Wie die Geschichte von Livia und Franz danach weitergeht, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
„Sehnsucht“ entstand 1954 unter der Regie von Luchino Visconti. In den Hauptrollen sind Farley Granger als Franz Mahler und Alida Valli als Contessa Livia Serpieri zu sehen, an ihrer Seite Massimo Girotti und Heinz Moog. Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Liebesfilm, Drama und Kriegsfilm zeigt, wie eng private Leidenschaft und historisches Umfeld hier verknüpft sind: Die Besatzungssituation in Venedig ist nicht bloße Kulisse, sondern Bedingung für das Verhältnis zwischen der Contessa und dem Offizier einer fremden Macht. Die Anlage der Geschichte um ein Ungleichgewicht – eine verheiratete, wohlhabende Frau und ein jüngerer Mann mit finanziellem Interesse – macht deutlich, dass es weniger um eine klassische Romanze als um Abhängigkeit, Täuschung und Enttäuschung geht. Der Rückzug der Familie aufs Landgut am Ende deutet an, dass private Gefühle und der heranziehende Krieg zunehmend nicht mehr trennbar sind.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,2 bei einer noch schmalen Bewertungsbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutiert einordnen. Zwischen der Entstehung 1954 und heute liegen über sieben Jahrzehnte, in denen sich das Verständnis von historisch verorteten Liebesdramen mit Kriegskontext gewandelt hat. Innerhalb der Kombination aus Liebesfilm, Drama und Kriegsfilm steht „Sehnsucht“ für eine Erzählweise, die persönliche Enttäuschung eng an ein politisch aufgeladenes Umfeld bindet, ohne dass sich beide Ebenen sauber trennen ließen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Farley Granger als Il Tenente Franz Mahler
- Alida Valli als La Contessa Livia Serpieri
- Massimo Girotti als Il Marchese Roberto Ussoni
- Heinz Moog als Il Conte Serpieri
- Rina Morelli als Laura, la Governante
- Christian Marquand als Un Ufficiale Boemo
- Sergio Fantoni als Luca
- Tino Bianchi als Il Capitano Meucci
- Ernst Nadherny als Il Comandante della Piazza di Verona
- Tonio Selwart als Il Colonello Kleist
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Verfügbarkeit
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