Sitcom (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | François Ozon |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Thriller, Liebesfilm |
| Laufzeit | 80 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-05-27 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (142 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Familienvater kommt heim, zieht eine Pistole aus seiner Aktentasche und erschießt seine Angehörigen, die sich zu einem Geburtstagsständchen versammelt haben. Was diesem Moment vorausgeht und ob es tatsächlich so weit kommt, entfaltet sich als Rückblende auf das Leben einer bürgerlichen Familie, in der sich unter der geordneten Oberfläche ein Geflecht aus Begierden, Machtspielen und Grenzüberschreitungen auftut. Nach und nach geraten alle Mitglieder des Haushalts in einen Strudel aus sexuellen Verwicklungen, der ihre gewohnten Rollen und Beziehungen zueinander völlig durcheinanderwirbelt.
Entstehungsgeschichte
„Sitcom“ entstand 1998 unter der Regie von François Ozon. In den Hauptrollen sind Évelyne Dandry, François Marthouret, Marina de Van und Adrien de Van zu sehen. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie, Drama, Thriller und Liebesfilm verrät bereits, dass hier keine eindeutige Tonlage verfolgt wird: Das Schockmoment des Anfangs steht im Widerspruch zur betont bürgerlichen Familienkulisse, aus der die Geschichte hervorgeht. Der Titel selbst spielt mit der Form der Fernsehsitcom und ihrem geordneten Setting aus wiederkehrenden Figuren und häuslichen Konflikten, das hier bewusst mit Themen konfrontiert wird, die in diesem Genre sonst tabu sind. Diese Reibung zwischen vertrauter Familienstruktur und enthemmtem Inhalt bildet den erzählerischen Kern: Die Geschichte nutzt die Rückblende, um Ursache und Eskalation eines Gewaltausbruchs offenzulegen, ohne dass von Beginn an klar ist, wie viel von dem, was gezeigt wird, tatsächlich auf die angekündigte Katastrophe zusteuert.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich „Sitcom“ im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 1998 sind mittlerweile 27 Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit einordnet, in der Genrevermischungen aus Komödie und Provokation im europäischen Autorenkino verbreitet waren. Innerhalb dieses Feldes markiert er mit seiner Zuspitzung aus familiärem Rahmen und thrillerhafter Klammer einen Grenzfall zwischen mehreren Erzähltraditionen, dessen Wirkung sich aus der Reibung dieser Elemente speist.
Bilder








Besetzung & Stab
- Évelyne Dandry als The Mother
- François Marthouret als The Father
- Marina de Van als Sophie
- Adrien de Van als Nicolas
- Stéphane Rideau als David
- Lucía Sánchez als Maria
- Jules-Emmanuel Eyoum Deido als Abdu
- Jean Douchet als Psychotherapist
- Sébastien Charles als Zucchini Boy
- Vincent Vizioz als Red-haired Boy
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Verfügbarkeit
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