Sophie Scholl – Die letzten Tage (2005)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marc Rothemund |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2005-02-13 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (474 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Anfang 1942 gründen die Studentin Sophie Scholl und ihr älterer Bruder Hans, beide erbitterte Gegner der nationalsozialistischen Regierung, die Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“. Zusammen mit der Gruppe verteilen sie insgesamt sechs Schriften gegen Hitler und seine Diktatur unter der Bevölkerung.
Im Februar 1943 legen sie ein Flugblatt in der Münchener Universität aus. Dabei werden sie von der Gestapo gefasst. Es folgen tagelange Verhöre durch Robert Mohr. Sophie leugnet zunächst jede Beteiligung an den Aktionen der Weißen Rose, doch die Beweislage lässt ihr immer weniger Raum. Auch Hans und ein weiteres Mitglied, Christoph Probst, das kurz darauf ebenfalls festgenommen wird, stehen unter Anklage. Der Titel benennt, was der Film erzählt: die letzten Tage.
Entstehungsgeschichte
Marc Rothemund führte Regie bei dem Film, der 2005 erschien und den englischen Titel „Sophie Scholl: The Final Days“ trägt. Julia Jentsch, Fabian Hinrichs, Alexander Held und Johanna Gastdorf bilden die Besetzung. Der Film ist ab zwölf Jahren freigegeben, was ihn auch für ein jüngeres Publikum öffnet.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie: Die Genrekombination beschreibt einen Film, der historisches Geschehen als Figurendrama erzählt. Die Anlage konzentriert sich auf einen kurzen Zeitraum, die Tage nach der Festnahme, und auf die Konfrontation zwischen der Verhörten und ihrem Vernehmer. Aus dieser Verdichtung ergibt sich die Form: weniger die Chronik einer Widerstandsgruppe als ein Kammerspiel über Standhaftigkeit unter Druck. Dass Sophie zunächst leugnet und dann mit der Beweislage konfrontiert wird, gibt der Handlung einen Verlauf, der ohne äußere Action auskommt. Die Besetzung mit vier Namen, an deren Spitze Julia Jentsch steht, entspricht dieser Konzentration auf wenige Personen.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,1 von 10 liegt die Bewertung in der oberen Hälfte der Skala, bei einer Stimmenzahl von wenigen hundert. 21 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Stoff von ungebrochener Bedeutung, weil er Zivilcourage nicht als Abstraktion, sondern als Entscheidung einer jungen Frau unter Todesdrohung zeigt. Innerhalb des historischen Dramas gehört der Film zur Spielart, die Geschichte über die Nahaufnahme einer einzelnen Person zugänglich macht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Julia Jentsch als Sophie Magdalena Scholl
- Fabian Hinrichs als Hans Scholl
- Alexander Held als Robert Mohr
- Johanna Gastdorf als Else Gebel
- André Hennicke als Judge Dr. Roland Freisler
- Florian Stetter als Christoph Probst
- Maximilian Brückner als Willi Graf
- Johannes Suhm als Alexander Schmorell
- Jörg Hube als Robert Scholl
- Petra Kelling als Magdalena Scholl
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Verfügbarkeit
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