Tage oder Stunden (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Becker |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 84 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-04-30 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (216 Stimmen) |
Worum es geht
Antoine hat, was viele als gelungenes Leben bezeichnen würden: einen erfolgreichen Job in der Werbung, eine Frau, zwei Kinder, ein schönes Haus vor den Toren von Paris, ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft. Dazu die diskrete Affäre mit der attraktiven Marion, die sein Gleichgewicht nicht wirklich stört. Doch ein Meeting mit einem wichtigen Kunden gerät außer Kontrolle, Antoine verliert die Beherrschung und mit ihr den Auftrag. Sein Geschäftspartner rät ihm zu ein paar Tagen Erholung, doch Antoine hat für sich bereits andere Pläne gefasst und bietet seinen Anteil am Unternehmen an. Am Wochenende zu Hause beginnt er, systematisch alles zu demontieren, was er sich über Jahre aufgebaut hat.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2008 unter der Regie von Jean Becker. In den Hauptrollen sind Albert Dupontel, Marie-Josée Croze, Pierre Vaneck und Alessandra Martines zu sehen. Im Original trägt der Titel den Namen "Love Me No More", im Deutschen läuft er unter "Tage oder Stunden". Eingeordnet wird das Werk als Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte folgt einem Mann, dessen äußerlich intaktes Leben von innen zu bröckeln beginnt, ausgelöst durch einen einzigen Kontrollverlust. Dass die Handlung mit einem Zusammenbruch im Beruflichen beginnt und sich dann ins Private, ins Familiäre hineinfrisst, deutet auf eine Erzählung, die weniger an äußerer Dramatik als an innerer Erosion interessiert ist. Die Konstellation aus Ehefrau und heimlicher Geliebter, aus Geschäftspartner und Nachbarschaft, zeichnet das Bild eines Mannes, der mehrere Rollen gleichzeitig spielt und diese nun bewusst aufgibt. Das Genre Drama passt zu einer Geschichte, die auf psychologische Zuspitzung statt auf äußere Ereignisse setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutierter Beitrag zum französischen Beziehungsdrama beschreiben. Seit dem Erscheinungsjahr 2008 sind mittlerweile deutlich mehr als eineinhalb Jahrzehnte vergangen, ohne dass sich an dieser vergleichsweise kleinen Rezeptionsbasis Grundlegendes geändert hätte. Innerhalb des Dramagenres reiht sich der Titel in jene Werke ein, die den Zerfall eines bürgerlichen Lebensentwurfs aus der Innenperspektive einer einzelnen Figur heraus erzählen.
Bilder

Besetzung & Stab
- Albert Dupontel als Antoine Méliot
- Marie-Josée Croze als Cécile
- Pierre Vaneck als le père d'Antoine
- Alessandra Martines als Marion
- François Marthouret als Paul
- Cristiana Réali als Virginie
- Mathias Mlekuz als Eric
- Claire Nebout als Clara
- Anne Loiret als Anne-Laure
- José Paul als Thibault
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Verfügbarkeit
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