Taxi Driver (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Scorsese |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-02-09 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 1.900.000 $ |
| Einspielergebnis | 28.579.636 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (13.798 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Travis Bickle ist Vietnamveteran, schläft nicht und nimmt deshalb Nachtschichten als Taxifahrer in New York an — er fährt jede Fahrt, in jedes Viertel, die ganze Nacht. Tagsüber sitzt er in Pornokinos und schreibt Tagebuch über den Dreck, den er sieht.
Er verliebt sich in Betsy, eine Wahlkampfhelferin, und zerstört die Bekanntschaft binnen eines Abends, weil er nicht versteht, was er falsch macht. Danach kippt er: Er kauft Waffen, trainiert, rasiert sich die Haare zu einem Irokesenschnitt und plant ein Attentat auf einen Präsidentschaftskandidaten. Als das scheitert, wendet er sich einem anderen Ziel zu — dem Zuhälter der zwölfjährigen Iris.
Entstehungsgeschichte
Paul Schrader schrieb das Drehbuch in wenigen Wochen, während er selbst in einer schweren Krise lebte: geschieden, ohne Wohnung, nächtelang im Auto unterwegs, mit einer Waffe im Handschuhfach. Er hat mehrfach gesagt, der Text sei Selbsttherapie gewesen.
Martin Scorsese und Robert De Niro kamen über den Produzenten dazu. De Niro fuhr zur Vorbereitung mehrere Wochen tatsächlich Taxi in New York, mit gültiger Lizenz. Jodie Foster war zwölf, als sie Iris spielte; sie musste vor der Besetzung psychologisch begutachtet werden, und ihre ältere Schwester übernahm die expliziteren Einstellungen.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde im Sommer 1975 in New York, während eines Müllarbeiterstreiks — der Unrat auf den Straßen ist echt. Kameramann Michael Chapman ließ die Stadt in Neonfarben und Dampf ertrinken; die Bilder sind eher an Alpträume als an Dokumentation angelehnt.
Der Monolog vor dem Spiegel stand nicht im Drehbuch; dort war lediglich vermerkt, Travis spreche mit sich selbst. De Niro improvisierte den Text. Bernard Herrmann komponierte die Musik mit dem Saxofonmotiv, das die Figur begleitet; er starb wenige Stunden nach Abschluss der Aufnahmen. Für die Freigabe entsättigte Scorsese die Farben des Schlussgemetzels, um die Blutwirkung zu dämpfen.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann 1976 die Goldene Palme in Cannes und war für vier Oscars nominiert. Er spielte weltweit rund 28 Millionen Dollar ein, bei einem Budget von etwa 1,3 Millionen.
Seine Nachwirkung hat eine dunkle Seite: John Hinckley Jr. verübte 1981 ein Attentat auf Ronald Reagan und berief sich dabei auf eine Besessenheit von Jodie Foster und diesem Film. Der Fall gilt als eines der meistdiskutierten Beispiele für die Frage nach der Wirkung von Filmen. Unabhängig davon gehört "Taxi Driver" zu den prägenden Werken des New Hollywood und lieferte mit Travis Bickle eine Figur, auf die sich das Kino bis heute bezieht — von "Fight Club" bis "Joker".
Bilder








Besetzung & Stab
- Robert De Niro als Travis Bickle
- Jodie Foster als Iris
- Cybill Shepherd als Betsy
- Harvey Keitel als Sport
- Peter Boyle als Wizard
- Leonard Harris als Charles Palantine
- Albert Brooks als Tom
- Diahnne Abbott als Concession Girl
- Frank Adu als Angry Black Man
- Victor Argo als Melio
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