The Wolf of Wall Street (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Scorsese |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Komödie |
| Laufzeit | 165 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-12-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 100.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 407.038.432 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (26.552 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jordan Belfort steigt Ende der 1980er als Börsenmakler in New York ein, verliert seinen Job am Schwarzen Montag und baut anschließend aus einer Autowerkstatt heraus die Firma Stratton Oakmont auf. Das Geschäftsmodell besteht darin, wertlose Kleinstaktien mit aggressiven Telefonverkäufern an Privatanleger zu vermitteln und die Kursbewegung selbst zu erzeugen.
Der Film erzählt den daraus folgenden Aufstieg über drei Stunden aus Belforts Perspektive, in seinem Tonfall, mit seinen Rechtfertigungen — Drogen, Yachten, Betriebsfeiern, die aus dem Ruder laufen. Die Geschädigten kommen praktisch nicht vor. Das ist die zentrale formale Entscheidung: Das Publikum sitzt die gesamte Laufzeit auf der Seite dessen, der andere um ihre Ersparnisse bringt.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage sind Belforts eigene Memoiren. Leonardo DiCaprio sicherte sich die Rechte gegen Konkurrenz von Warner Bros. und brachte das Projekt zu Martin Scorsese — es wurde ihre fünfte gemeinsame Arbeit. Terence Winter, zuvor Autor bei "Die Sopranos", schrieb das Drehbuch.
Die Entwicklung zog sich über Jahre, weil kein großes Studio den Stoff in der gewünschten Härte finanzieren wollte. Am Ende übernahm die unabhängige Produktionsfirma Red Granite die Finanzierung. Die erste Schnittfassung hätte in den USA eine Freigabe erhalten, die einen regulären Kinostart praktisch ausschließt; Scorsese kürzte, um die nächstniedrigere Einstufung zu erreichen.
Hinter den Kulissen
Große Teile der Dialoge entstanden improvisiert. Die viel zitierte Szene, in der Matthew McConaughey sich beim Mittagessen rhythmisch auf die Brust klopft und summt, war sein privates Aufwärmritual vor dem Dreh — DiCaprio bat darum, es in die Szene aufzunehmen, und antwortet darauf im fertigen Film.
Für die Sequenz, in der Belfort unter dem Einfluss stark verzögerter Beruhigungsmittel steht, studierte DiCaprio Videoaufnahmen von Menschen mit schweren motorischen Störungen; die Szene wurde weitgehend ohne Schnitt gespielt. Jonah Hill nahm für seine Rolle die niedrigste nach Gewerkschaftsregeln zulässige Gage von 60.000 Dollar an, weil er unbedingt dabei sein wollte.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 390 Millionen Dollar ein und war für fünf Oscars nominiert, darunter bester Film, beste Regie und bester Hauptdarsteller, gewann aber keinen.
Die Debatte drehte sich von Anfang an um die Perspektive: Verherrlicht der Film, was er zeigt? Scorsese und DiCaprio hielten dagegen, dass die Verweigerung eines moralischen Kommentars gerade die Zumutung sei — das Publikum solle bemerken, wie lange es sich amüsiert. Dass Belfort selbst seit dem Film als Motivationsredner auftritt und Teile des Finanzsektors ihn als Vorbild lesen, hat der Kritik allerdings ein bleibendes Argument geliefert. Der Streit ist derselbe wie bei "GoodFellas" — nur ohne dessen Konsequenzen für die Hauptfigur.
Bilder








Besetzung & Stab
- Leonardo DiCaprio als Jordan Belfort
- Jonah Hill als Donnie Azoff
- Margot Robbie als Naomi Lapaglia
- Matthew McConaughey als Mark Hanna
- Kyle Chandler als Agent Patrick Denham
- Rob Reiner als Max Belfort
- Jon Bernthal als Brad
- Jon Favreau als Manny Riskin
- Jean Dujardin als Jean Jacques Saurel
- Joanna Lumley als Aunt Emma
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Verfügbarkeit
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