Toto der Held (1991)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jaco Van Dormael |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie, Fantasy |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1991-05-17 |
| Einspielergebnis | 1.228.153 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (128 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Thomas trägt seit seiner Kindheit eine Überzeugung mit sich, die sich wie eine offene Wunde durch sein ganzes Leben zieht: Er sei im Krankenhaus mit dem Nachbarsjungen Alfred vertauscht worden, einem Kind aus reichem Haus, während er selbst das falsche, ärmere Leben zugewiesen bekam. Als Junge flüchtet er sich in Fantasien, in denen er als Geheimagent gegen ein ungerechtes Schicksal kämpft. Die Realität sieht bescheidener aus, er wird Landvermesser. Doch auch als alter Mann im Altersheim lässt ihn das Gefühl nicht los, sein eigentliches Leben nie geführt zu haben. Diese Überzeugung treibt ihn schließlich zu einem letzten Aufbruch: Er will Alfred finden, den er für den Diebstahl seines Lebens verantwortlich macht. Was daraus wird, hält die Geschichte bis zum Ende offen.
Entstehungsgeschichte
„Toto der Held“ entstand 1991 unter der Regie von Jaco Van Dormael. Der Film versammelt Michel Bouquet, Thomas Godet, Gisela Uhlen und Jo De Backer in den zentralen Rollen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Komödie und Fantasy deutet an, dass hier keine nüchterne Lebensgeschichte erzählt wird, sondern eine, die sich immer wieder in die Vorstellungswelt ihrer Hauptfigur hineinbewegt. Dass Thomas als Kind, Erwachsener und alter Mann auftritt, legt eine Erzählstruktur nahe, die zwischen Zeitebenen wechselt, statt chronologisch geradeaus zu laufen. Die Grundidee einer vertauschten Identität, die über Jahrzehnte nachwirkt, verbindet das Fantastische mit einer sehr menschlichen Kränkung: dem Gefühl, im eigenen Leben zu kurz gekommen zu sein. Die komödiantischen Anteile lassen vermuten, dass diese Kränkung nicht nur tragisch, sondern auch mit einer gewissen Leichtigkeit und Ironie behandelt wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch vergleichsweise kleinen Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber nicht überwältigend breites Echo ab. Seit der Entstehung des Films sind mehr als drei Jahrzehnte vergangen, was ihn innerhalb der Genremischung aus Drama, Komödie und Fantasy zu einem Werk macht, das aus einer Zeit stammt, in der solche Genrekombinationen im europäischen Kino nicht die Regel waren. Innerhalb dieses Feldes steht er als Beispiel für eine Erzählung, die persönliche und fantastische Ebenen bewusst miteinander verschränkt.
Bilder



Besetzung & Stab
- Michel Bouquet als Old Thomas
- Thomas Godet als Child Thomas
- Gisela Uhlen als Old Evelyne
- Jo De Backer als Adult Thomas
- Mireille Perrier als Adult Evelyne
- Sandrine Blancke als Alice
- Peter Böhlke als Old Alfred
- Didier Ferney als Adult Alfred
- Hugo Harold-Harrison als Child Alfred
- Pascal Duquenne als Adult Cèlestin
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Verfügbarkeit
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