Wilder Strom (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Elia Kazan |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-05-26 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (107 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In den 1930er Jahren, mitten in der Weltwirtschaftskrise, soll im Tennessee Valley ein Staudamm entstehen. Er soll künftige Flutkatastrophen verhindern und den notleidenden Menschen der Region Arbeit geben. Für die Tennessee Valley Authority reist der Ingenieur Chuck Glover ins Tal, um die letzten Grundstücke für das Projekt zu sichern. Die meisten Bewohner sind angesichts ihrer wirtschaftlichen Not bereit, Land gegen Geld zu tauschen. Nur die alte Ella Garth weigert sich beharrlich, ihre Insel im Fluss zu verlassen. Für sie ist ihr Besitz keine Verhandlungssache, sondern Lebensgrundlage, und sie stellt sich Glovers Auftrag mit aller Entschlossenheit entgegen.
Entstehungsgeschichte
„Wilder Strom“ entstand 1960 unter der Regie von Elia Kazan. In den Hauptrollen sind Montgomery Clift als Chuck Glover, Lee Remick, Jo Van Fleet als Ella Garth und Albert Salmi zu sehen. Der Film ist als Drama mit einer Liebesgeschichte angelegt und ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination von Drama und Liebesfilm verweist auf zwei parallele Konfliktlinien: den öffentlichen Streit um Land, Fortschritt und staatliche Eingriffe in private Existenzen sowie eine persönliche Beziehung, die sich vor diesem Hintergrund entwickelt. Dass die Geschichte an einer konkreten historischen Situation ansetzt – Wirtschaftskrise, Flutkatastrophe, ein staatliches Infrastrukturprojekt – gibt dem Konflikt zwischen Glover und Ella Garth ein Gewicht, das über eine private Auseinandersetzung hinausgeht. Die Besetzung mit Montgomery Clift als Vertreter der Institution und Jo Van Fleet als unbeugsamer Widerstandsfigur legt nahe, dass der Film die Auseinandersetzung nicht als eindeutigen Gegensatz von Gut und Böse erzählt, sondern als Konflikt zweier legitimer Perspektiven auf Heimat, Fortschritt und Verlust.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,2 bei einer noch schmalen Bewertungsbasis zählt „Wilder Strom“ zu den eher unauffällig wahrgenommenen Werken seiner Zeit, ohne dass sich daraus eine breite öffentliche Resonanz ablesen lässt. Seit der Entstehung 1960 liegen mittlerweile über sechs Jahrzehnte, was den Film in eine Phase des amerikanischen Kinos einordnet, in der gesellschaftliche und historische Stoffe zunehmend mit persönlichen Dramen verknüpft wurden. Innerhalb des Genres steht er damit für eine Erzählweise, die politische und private Konflikte nicht trennt, sondern ineinander verschränkt zeigt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Montgomery Clift als Chuck Glover
- Lee Remick als Carol Garth Baldwin
- Jo Van Fleet als Ella Garth
- Albert Salmi als Hank Bailey
- Jay C. Flippen als Hamilton Garth
- James Westerfield als Cal Garth
- Bruce Dern als Jack Roper
- Barbara Loden als Betty Jackson
- Frank Overton als Walter Clark
- Malcolm Atterbury als Sy Moore
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Verfügbarkeit
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