Zeit zu leben und Zeit zu sterben (1958)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Douglas Sirk |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm, Liebesfilm |
| Laufzeit | 127 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1958-07-09 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (101 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ernst Graeber ist 23 Jahre alt und Soldat an der Ostfront, als die deutsche 6. Armee bei Stalingrad zerschlagen wird. Zwischen Rückzug und Chaos erhält er überraschend Fronturlaub und fährt in seine Heimatstadt Werden. Was ihn dort erwartet, ist nicht die Erholung, die er sich erhofft hatte, sondern eine Stadt in Trümmern: Bombenangriffe haben ganze Straßenzüge zerstört, und von seiner Familie findet er niemanden mehr vor, außer der Nachricht, dass sie evakuiert wurde. In dieser Situation begegnet er Elisabeth, deren Vater wegen einer Denunziation im Konzentrationslager sitzt. Zwischen den beiden entsteht eine Zuneigung, die sich unter den Bedingungen von Krieg, Zerstörung und ständiger Bedrohung entwickeln muss.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1958 unter der Regie von Douglas Sirk. In den Hauptrollen sind John Gavin und Liselotte Pulver zu sehen, dazu Jock Mahoney und Don DeFore. Es handelt sich um ein Spielfilmdrama, das Kriegshandlung und Liebesgeschichte miteinander verbindet.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Kriegsfilm und Liebesfilm zeigt, wie hier zwei gegensätzliche Erzählbewegungen ineinandergreifen: die zerstörerische Realität der Ostfront und des zerbombten Heimatlandes auf der einen Seite, das persönliche, private Gefühl zwischen zwei Menschen auf der anderen. Dass die Handlung nicht an der Front beginnt und endet, sondern über den Umweg des Heimaturlaubs führt, verschiebt den Blick vom Schlachtfeld auf den Alltag im Hinterland – auf Ausbombung, Vertreibung und die Willkür politischer Verfolgung, wie sie im Schicksal von Elisabeths Vater sichtbar wird. Die Liebesgeschichte entsteht also nicht losgelöst vom historischen Kontext, sondern mitten in dessen Zerstörung, was der Erzählung ihre besondere Spannung zwischen Nähe und Bedrohung gibt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film nicht zu den breit diskutierten Titeln der Plattform, wird aber überdurchschnittlich bewertet. Seit seiner Entstehung 1958 liegen mittlerweile über sechzig Jahre, was ihn deutlich in die Zeit der Nachkriegsverarbeitung des Zweiten Weltkriegs im westdeutschen und internationalen Kino einordnet. Innerhalb der Kriegs- und Liebesfilme seiner Zeit steht er für einen Zugang, der das Private und das historische Geschehen nicht trennt, sondern beides als untrennbar miteinander verwoben zeigt.
Bilder








Besetzung & Stab
- John Gavin als Ernst Graeber
- Liselotte Pulver als Elizabeth Kruse
- Jock Mahoney als Immerman
- Don DeFore als Boettcher
- Keenan Wynn als Reuter
- Erich Maria Remarque als Professor Pohlmann
- Dieter Borsche als Captain Rahe
- Barbara Rütting als Woman Guerrilla
- Thayer David als Oscar Binding
- Charles Regnier als Joseph
Weitere Filme von Douglas Sirk
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.