Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | François Truffaut |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 130 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-11-18 |
| TMDB-Bewertung | 7 (169 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Paris, Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Claude Roc, ein junger Bürgerssohn, von seiner Mutter erzogen und der Kunst und Literatur zugetan, lernt die Britin Anne Brown kennen. Aus der Bekanntschaft wird rasch eine Freundschaft, und Anne lädt Claude nach Wales ein, zu ihren Eltern. Dort stellt sie ihm ihre Schwester Muriel vor. Zwischen den beiden jungen Frauen entdeckt Claude die Reize eines Aufenthalts, der ihn in seinen Bann zieht. Von Muriels schwermütigem, fast mystischem Wesen verführt, hält er um ihre Hand an. Seine Mutter verlangt eine einjährige Bedenkzeit, und Claude nutzt diese Zeit, um Muriel zu vergessen – während diese, anfangs eher gleichgültig, sich nach und nach in den jungen Mann verliebt, den die Schwestern nur "den Kontinent" nennen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1971 und wurde von François Truffaut inszeniert. In den Hauptrollen sind Jean-Pierre Léaud, Kika Markham, Stacey Tendeter und Sylvia Marriott zu sehen. Es handelt sich um ein Drama mit ausgeprägter Liebesgeschichte, angesiedelt zwischen Frankreich und Wales.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte spielt mit einer klassischen Dreieckskonstellation, in der ein Mann zwischen zwei Schwestern steht, die selbst durch familiäre Nähe verbunden sind. Diese Anlage erlaubt es, Zuneigung, Eifersucht und Zurückhaltung nebeneinander zu zeigen, ohne dass eine der Figuren eindeutig als Gegenspielerin auftritt. Die Kombination aus Drama und Liebesfilm liegt darin begründet, dass Gefühle über Jahre hinweg entstehen, sich wandeln und immer wieder aufgeschoben werden – die einjährige Bedenkzeit ist dabei ein erzählerisches Mittel, das Zeit selbst zu einem Faktor der Beziehung macht. Der Beiname "der Kontinent" für Claude verweist zudem auf den kulturellen Kontrast zwischen dem Pariser Bürgertum und dem ländlichen Wales, der die Beziehung zusätzlich prägt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht übermäßig breit rezipierter Titel innerhalb des Liebesdramas einordnen. Seit seiner Entstehung 1971 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was ihn deutlich in die Filmgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts einordnet. Innerhalb des Genres steht er für eine ruhige, auf Figurenentwicklung ausgerichtete Erzählweise, die sich Zeit für die Wandlung ihrer Charaktere nimmt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean-Pierre Léaud als Claude Roc
- Kika Markham als Ann Brown
- Stacey Tendeter als Muriel Brown
- Sylvia Marriott als Mrs. Brown
- Marie Mansart als Madame Roc
- Philippe Léotard als Diurka
- Irène Tunc als Ruta
- Mark Peterson als Mr. Flint
- Georges Delerue als Claude's Business Agent
- Marie Iracane als Madame Roc's Maidservant
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Verfügbarkeit
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