MovieMatch
Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß

Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß (1967)

⭐ 6,3 · 1967 · Komödie, Drama
Zur Watchlist hinzufügen

Kurzüberblick

RegieJean-Luc Godard
GenreKomödie, Drama
Laufzeit100 Minuten
Erscheinungsdatum1967-03-17
TMDB-Bewertung6,3 (220 Stimmen)

Trailer

Worum es geht

Juliette lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in einem Vorort von Paris, ein Leben, das auf den ersten Blick geordnet wirkt. Um sich Dinge leisten zu können, die zum Alltag der modernen Konsumwelt gehören, geht sie gelegentlich der Prostitution nach. Der Film begleitet sie dabei nicht als reine Handlungsfigur, sondern als Ausgangspunkt für eine Betrachtung der Stadt selbst: Paris wird fragmentarisch gezeigt, in Bildern von Baustellen, Straßen und Konsumgütern, während eine flüsternde Stimme aus dem Off kommentiert, was zu sehen ist. Eine durchgehende Handlung im klassischen Sinn entsteht dabei kaum, vielmehr reihen sich Beobachtungen und Gedanken aneinander.

Entstehungsgeschichte

Der Film entstand 1967 unter der Regie von Jean-Luc Godard, der selbst Teil der Besetzung ist, neben Marina Vlady, Anny Duperey und Roger Montsoret. Vlady spielt Juliette, während Godard als kommentierende Stimme und gestaltende Präsenz im Film selbst auftritt. Angaben zur Altersfreigabe liegen nicht vor.

Hinter den Kulissen

Schon die Genrezuordnung zwischen Komödie und Drama zeigt, dass es sich nicht um eine eindeutig erzählte Geschichte handelt, sondern um eine Form, die zwischen Beobachtung, Ironie und gesellschaftlicher Analyse pendelt. Die Konstruktion um eine einzelne Frauenfigur, die stellvertretend für ein größeres soziales Phänomen steht, macht deutlich, dass es Godard weniger um Juliette als Person geht als um das, was ihr Verhalten über die Stadt und die Zeit aussagt. Die Verbindung von Prostitution und Konsumgesellschaft wird dabei nicht als Einzelschicksal erzählt, sondern als Bild für eine umfassendere Beobachtung: den Verlust von Identität und Moral in einer sich zunehmend amerikanisierenden und kapitalisierten Umgebung. Diese Anlage erklärt, warum der Film eher als Essay denn als konventionelle Erzählung funktioniert.

Einordnung & Wirkung

Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,2 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich, was angesichts seiner ungewöhnlichen, essayistischen Form nicht überrascht. Seit seiner Entstehung 1967 sind inzwischen weit über fünfzig Jahre vergangen, ein Zeitraum, der die im Film verhandelten Beobachtungen zu Konsum und Stadtentwicklung aus historischer Distanz erscheinen lässt. Innerhalb der Kombination von Komödie und Drama nimmt der Film eine Sonderstellung ein, da er weniger auf Pointen oder dramatische Zuspitzung setzt als auf eine kommentierende, beobachtende Erzählhaltung.

Bilder

Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weißZwei oder drei Dinge, die ich von ihr weißZwei oder drei Dinge, die ich von ihr weißZwei oder drei Dinge, die ich von ihr weißZwei oder drei Dinge, die ich von ihr weißZwei oder drei Dinge, die ich von ihr weißZwei oder drei Dinge, die ich von ihr weißZwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß

Besetzung & Stab

Weitere Filme von Jean-Luc Godard

Außer Atem
Außer Atem
1960
Die Geschichte der Nana S.
Die Geschichte der Nana S.
1962
Die Außenseiterbande
Die Außenseiterbande
1964
Elf Uhr nachts
Elf Uhr nachts
1965
Eine Frau ist eine Frau
Eine Frau ist eine Frau
1961
Masculin - Feminin oder: Die Kinder von Marx und Coca Cola
Masculin - Feminin oder: Die Kinder von Marx und Coca Cola
1966

Ähnliche Titel

Die Verurteilten
Die Verurteilten
⭐ 8,7 · 1994
Der Pate
Der Pate
⭐ 8,7 · 1972
Schindlers Liste
Schindlers Liste
⭐ 8,6 · 1993
Der Pate - Teil II
Der Pate - Teil II
⭐ 8,6 · 1974
Interstellar
Interstellar
⭐ 8,5 · 2014
Pulp Fiction
Pulp Fiction
⭐ 8,5 · 1994

Verfügbarkeit

Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.