Frank Borzage
Werdegang
Frank Borzage wurde am 23. April 1894 geboren und starb 1962 im Alter von 68 Jahren an Krebs. Ab 1912 arbeitete er zunächst als Schauspieler in Hollywood, bis er 1915 mit „The Pitch o' Chance" sein Debüt als Regisseur gab. In den 1920er Jahren etablierte er sich als erfolgreicher Regisseur und erreichte seinen Höhepunkt in der Spätzeit des Stummfilms und der frühen Tonfilmära. Beeinflusst vom deutschen Regisseur F. W. Murnau, der zur gleichen Zeit ebenfalls bei Fox tätig war, entwickelte er einen eigenen, betont visuellen romantischen Stil. Für „7th Heaven" erhielt er den ersten je vergebenen Oscar für die beste Regie, für „Bad Girl" (1931) einen weiteren. Kennzeichnend für sein Werk war die intensive Auseinandersetzung mit jungen Liebenden, die widrigen Umständen wie Krieg, Behinderung, wirtschaftlicher Not oder dem Aufstieg des Nationalsozialismus ausgesetzt waren. Später wandte er sich auch spirituelleren Themen zu. Nach 1948 arbeitete er nur noch unregelmäßig. 1955 und 1957 wurde er mit dem George Eastman Award ausgezeichnet.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind drei Titel von Frank Borzage als Regisseur verzeichnet: „Das Glück in der Mansarde" (1927), „In einem anderen Land" (1932) und „Tödlicher Sturm" (1940). Damit deckt seine Filmografie bei uns einen Zeitraum von 13 Jahren ab, vom Spätstummfilm bis in die frühe Tonfilmzeit. Alle drei Titel sind Spielfilme, keine Serien, und lassen sich den Genres Drama, Liebesfilm und Kriegsfilm zuordnen – ein Schwerpunkt, der zu seiner bekannten Vorliebe für Liebesgeschichten in Krisenzeiten passt.
Einordnung
Die drei Titel bei uns werden mit 7,3, 7,3 und 6,1 bewertet, im Schnitt 6,9 von 10. Der älteste Titel liegt 33 Jahre nach seinem Geburtsjahr, der jüngste 46 Jahre danach. Innerhalb der schmalen Auswahl von drei Filmen zeigt sich eine recht einheitliche, solide Bewertung, mit dem jüngsten Titel „Tödlicher Sturm" als schwächstem der drei erfassten Werke.