Jacques Rivette
Werdegang
Jacques Rivette wurde am 1. März 1928 geboren und starb am 29. Januar 2016. Er war ein französischer Filmregisseur und gilt neben Jean-Luc Godard als einer der experimentelleren Vertreter der Nouvelle Vague. Wie viele seiner Zeitgenossen kam er aus der Filmkritik, wo er seine Bewunderung für das populäre amerikanische Kino äußerte, insbesondere für Genreregisseure wie Robert Aldrich, Howard Hawks und Frank Tashlin. Seine eigenen Filme entwickeln sich auf unkonventionelle Weise, folgen oft mehreren Handlungssträngen zugleich, die romantisch, mysteriös und komisch sein können, arbeiten stark mit Improvisation und sind häufig sehr lang.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind drei Filme von Jacques Rivette als Regisseur vertreten, keine Serien. Die Titel stammen aus den Jahren 1967 bis 1991 und decken damit eine Spanne von 24 Jahren ab: „Die Nonne" (1967), „Céline und Julie fahren Boot" (1974) und „Die schöne Querulantin" (1991). Genretechnisch mischen sich Drama, Komödie und Fantasy-Elemente, was zu der im Werdegang beschriebenen Neigung passt, mehrere Tonlagen innerhalb eines Films zu verbinden. Der älteste verzeichnete Titel entstand 39 Jahre nach seiner Geburt, der jüngste 63 Jahre danach.
Einordnung
Die drei Filme erhalten bei uns Bewertungen von 7,3, 7,1 und 6,8, im Schnitt 7,1 von 10. Damit liegen alle drei Titel in einem ähnlichen, oberen mittleren Bereich, ohne größere Ausschläge nach oben oder unten. Zwischen dem ältesten und dem jüngsten der bei uns gelisteten Filme liegen 24 Jahre, was die Spanne seines im Katalog erfassten Schaffens markiert.