Lee J. Cobb
Werdegang
Lee J. Cobb, eigentlich Leo Jacoby, wurde am 8. Dezember 1911 in New York City geboren und starb am 11. Februar 1976 in Woodland Hills, Kalifornien. Er zählte zu den Charakterdarstellern des amerikanischen Films und Theaters und spielte häufig mürrische oder dominante Männer. Bekannt wurde er unter anderem als Johnny Friendly in „Die Faust im Nacken“ und als „Geschworener Nr. 3“ in „Die zwölf Geschworenen“. Nach ersten Filmrollen ab 1939 wurde er zu einem gefragten Darsteller, oft in Film noir-Produktionen, wo er in Nebenrollen bereits früh deutlich ältere Charaktere verkörperte. In den 1950er Jahren geriet er ins Visier des Komitees für unamerikanische Umtriebe, weigerte sich zunächst zwei Jahre auszusagen, brach seine Karriere durch eine Aufnahme auf eine Schwarze Liste jedoch ein, woraufhin er aussagte. Danach fand er wieder Arbeit in Hollywood, unter anderem bei Elia Kazan. Ab 1962 spielte er fünf Jahre in der Fernsehserie „Die Leute von der Shiloh Ranch“ den Richter Henry Garth, später auch in „Die jungen Anwälte“. Eine seiner letzten Rollen war 1973 der Polizeiermittler in „Der Exorzist“.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind elf Spielfilme mit Lee J. Cobb vertreten, keine Serien. Die Titel stammen aus den Jahren 1948 bis 1971, ein Zeitraum von 23 Jahren, und liegen damit 37 bis 60 Jahre nach seinem Geburtsjahr. Das Genrespektrum ist breit und reicht von Drama, Krimi und Thriller über Western, Action und Komödie bis hin zu Liebesfilm, Abenteuer und Science Fiction. Diese Vielfalt spiegelt seine Vielseitigkeit als Charakterdarsteller wider, der in unterschiedlichsten Rollen und Genres eingesetzt wurde, statt sich auf ein einziges Fach festzulegen.
Einordnung
Die elf Titel bei uns erreichen im Schnitt eine Bewertung von 7,1 von 10, wobei die Spanne von 6,3 bis 8,6 reicht. Am besten bewertet ist mit 8,6 „Die zwölf Geschworenen“, gefolgt von 7,9 für „Die Faust im Nacken“ – beides Titel aus den 1950er Jahren. Die übrigen Werte bewegen sich in einem moderaten Bereich zwischen 6,3 und 7,3. Der älteste erfasste Titel liegt 1948, der jüngste 1971, damit deckt der Katalog gut zwei Jahrzehnte seines Filmschaffens ab.