Andy Warhols Dracula (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paul Morrissey |
|---|---|
| Genre | Horror |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-08-13 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 5,7 (191 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Graf Dracula ist krank, denn er kann nur das Blut jungfräulicher Frauen zu sich nehmen, ohne es bricht die Auszehrung über ihn herein. Sein Diener Anton schlägt eine Reise nach Italien vor, einem Land, in dem die katholische Prägung reine Bräute wahrscheinlicher machen soll. Dort trifft der Graf auf eine Familie mit vier heiratsfähigen Töchtern, deren Unschuld sich als weit brüchiger erweist, als der Schein es verspricht. Zugleich beobachtet Mario, ein selbstbewusster Anhänger kommunistischer Ideen, den fremden Adligen mit wachsendem Misstrauen. Für Dracula wird die Suche nach der einen tatsächlich reinen Tochter zum Wettlauf gegen den eigenen körperlichen Verfall und gegen einen Gegner, der bereit ist, zum Pfahl zu greifen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1974 unter der Regie von Paul Morrissey. In den Hauptrollen sind Udo Kier, Joe Dallesandro, Vittorio De Sica und Maxime McKendry zu sehen. Freigegeben ist der Horrorfilm ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verbindet den klassischen Vampirstoff mit einer sozialen Konstellation aus verarmtem Adel, einer heiratsfähigen Töchterschar und einem ideologisch gefärbten Gegenspieler. Dass ausgerechnet die körperliche Reinheit der jungen Frauen zur überlebenswichtigen Ressource wird, verschiebt den Fokus vom reinen Schreckmoment hin zu einer bissigen Betrachtung von Klasse, Moral und Begehren. Die Besetzung mit Darstellern aus unterschiedlichen Filmtraditionen deutet auf ein Werk, das den Horror als Rahmen für gesellschaftliche Zuspitzung nutzt statt als reinen Selbstzweck.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,7 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im mittleren Bereich dessen, was das Horrorgenre an Publikumsurteilen kennt. Seit der Entstehung 1974 sind mittlerweile über fünf Jahrzehnte vergangen, ein Zeitabstand, der den Film klar in die Frühphase eines freizügigeren, ausdrücklich für erwachsenes Publikum konzipierten Horrorkinos einordnet. Innerhalb des Vampirfilms nimmt er mit seiner Verquickung aus Krankheit, Klassenfrage und politischem Kontrahenten eine Position ein, die sich von rein schauerlich ausgerichteten Varianten des Stoffes deutlich abhebt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Udo Kier als Count Dracula
- Joe Dallesandro als Mario Balato, the Servant
- Vittorio De Sica als Marquis Di Fiore
- Maxime McKendry als Marquise Di Fiore
- Arno Jürging als Anton
- Milena Vukotić als Esmeralda
- Dominique Darel als Saphiria
- Stefania Casini als Rubinia
- Silvia Dionisio als Perla
- Roman Polanski als Gambler
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Verfügbarkeit
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