Angst essen Seele auf (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Drama |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-03-05 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 130.000 $ |
| Einspielergebnis | 186.757 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (467 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Emmi Kurowski, Putzfrau in München, ist im Alter einsam. Ihr Mann ist vor Jahren gestorben, und die erwachsenen Kinder haben wenig Zeit für sie. Eines Abends betritt sie eine Bar, in der sich arabische Einwanderer treffen, und kommt mit dem Mechaniker Ali ins Gespräch, einem Mann mittleren Alters. Aus der Bekanntschaft wird bald mehr. Als die beiden spontan heiraten, stoßen sie bei Emmis Familie und den Nachbarn auf offene Ablehnung. Schon bald müssen sich Emmi und Ali mit ihren eigenen Unsicherheiten über die gemeinsame Zukunft auseinandersetzen.
Entstehungsgeschichte
Rainer Werner Fassbinder hat den Film 1974 inszeniert. Brigitte Mira und El Hedi ben Salem spielen das Paar, Irm Hermann und Barbara Valentin vervollständigen die Besetzung. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Liebesfilm und Drama kommen zusammen, und Deutschland, Ausländer, Eltern-Kind-Beziehung, Ehebeziehung, Putzfrau und München stecken den Rahmen ab. Die Geschichte verbindet zwei Motive, die sich gegenseitig verschärfen: die Einsamkeit im Alter und die Ablehnung, die einer Verbindung zwischen einer Deutschen und einem Einwanderer entgegenschlägt. Der Altersunterschied und die Herkunft machen das Paar zum Gegenstand der Umgebung, und die Reaktion der Kinder zeigt, dass die Ablehnung nicht an der Haustür endet. Bemerkenswert an der Anlage ist die Wendung nach innen: Nachdem der Druck von außen beschrieben ist, richtet sich der Blick auf die Unsicherheiten der beiden selbst. Die Liebesgeschichte wird damit nicht nur gegen die Gesellschaft erzählt, sondern auch als Prüfung für die Beteiligten.
Einordnung & Wirkung
7,7 von 10 Punkten sind ein hoher Wert; die Bewertungsbasis liegt bei einigen hundert Stimmen. 52 Jahre trennen den Film von der Gegenwart, und die Frage, wie eine Gesellschaft auf eine ungleiche Ehe reagiert, hat in dieser Zeit nichts von ihrer Schärfe verloren. Innerhalb des Liebesfilms steht er für die Spielart, die das Gefühl nicht vom sozialen Umfeld trennt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Brigitte Mira als Emmi Kurowski
- El Hedi ben Salem als Ali
- Irm Hermann als Krista
- Barbara Valentin als Barbara
- Elma Karlowa als Mrs. Kargus
- Anita Bucher als Mrs. Ellis
- Gusti Kreissl als Paula
- Doris Mattes als Mrs. Angermayer
- Margit Symo als Hedwig
- Katharina Herberg als Bardame
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Verfügbarkeit
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