Chinesisches Roulette (1977)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 86 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1977-02-23 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (103 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Gerhard und Ariane Christ sind seit Jahren verheiratet, aus Gewohnheit oder aus Bequemlichkeit, wie es scheint. Gerhard hat sich eine Geliebte namens Irene genommen. An einem Wochenende belügt er seine Frau und lädt Irene ins gemeinsame Landhaus ein. Was er nicht ahnt: Ariane, überzeugt, ihr Mann sei geschäftlich verreist, hat ihrerseits ihren Liebhaber gebeten, sie genau dort zu treffen. So stehen sich beide untreuen Paare unvermittelt gegenüber – beobachtet von Angela, der Tochter des Paares, die das Aufeinandertreffen offenbar selbst eingefädelt hat.
Entstehungsgeschichte
„Chinesisches Roulette“ entstand 1977 unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder. Zur Besetzung gehören Anna Karina, Margit Carstensen, Brigitte Mira und Ulli Lommel. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangssituation – zwei parallele Affären, die sich an einem Ort kreuzen – legt eine Konstruktion an, die weniger auf äußere Handlung als auf Beobachtung, Blickwechsel und aufgedeckte Lügen setzt. Dass eine dritte Figur, die Tochter, das Zusammentreffen orchestriert, verschiebt die Erzählung von der Ehebruchsgeschichte hin zu einem Kammerspiel über Kontrolle und Bloßstellung. Die Besetzung mit mehreren erfahrenen Darstellerinnen in zentralen Rollen deutet auf ein Ensemble hin, das auf Dialog und Beziehungsdynamik ausgerichtet ist statt auf äußere Ereignisse. Das Genre Drama trifft hier auf eine Konstellation, die eher psychologisch als plotgetrieben funktioniert: Ein Familienhaus wird zum Schauplatz, an dem Täuschungen offengelegt werden, ohne dass es eines weiteren Handlungsortes bedürfte.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film nicht als breit rezipierter Titel einordnen, wohl aber als einer, der bei denen, die ihn bewertet haben, überdurchschnittlich gut ankommt. Seit der Entstehung 1977 sind mittlerweile 48 Jahre vergangen, was den Film im Kontext eines Dramas verortet, das aus einer anderen filmischen Zeit stammt als das heutige Publikum es gewohnt ist. Innerhalb des Dramengenres steht er mit seiner Konzentration auf ein einziges Setting und eine überschaubare Figurenkonstellation für eine Erzählweise, die auf Verdichtung statt Ausbreitung setzt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Anna Karina als Irene Cartis
- Margit Carstensen als Ariane Christ
- Brigitte Mira als Kast
- Ulli Lommel als Kolbe
- Alexander Allerson als Gerhard Christ
- Volker Spengler als Gabriel Kast
- Macha Méril als Traunitz
- Andrea Schober als Angela Christ
- Armin Meier als Man at service station
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Verfügbarkeit
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