Die bitteren Tränen der Petra von Kant (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 124 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-10-05 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (243 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Petra von Kant ist Modedesignerin und hat sich gerade von ihrem Mann getrennt. Sie lebt mit ihrer Sekretärin Marlene zusammen, einer Figur, die auffällig kaum spricht und sich ihr fast dienend unterordnet. Über ihre Freundin und Vertraute Sidonie lernt Petra die junge Karin kennen, die aus einfachen Verhältnissen stammt. Petra verliebt sich unmittelbar und mit großer Intensität in sie und stellt ihr eine Karriere als Model in Aussicht. Die Beziehung der beiden Frauen entwickelt sich zu einem Machtgefüge, in dem Nähe, Abhängigkeit und Kontrolle kaum zu trennen sind. Als Karins Ehemann aus einer Reise nach Frankfurt zurückkehrt, wendet sich die junge Frau von Petra ab und geht zu ihm zurück. Zurück bleibt Petra, die in eine tiefe Verzweiflung stürzt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1972 unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder. In den Hauptrollen sind Margit Carstensen als Petra von Kant, Hanna Schygulla als Karin, Katrin Schaake als Sidonie und Eva Mattes zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte spielt sich in einem geschlossenen Raum ab und konzentriert sich auf wenige Figuren, deren Beziehungen zueinander von Abhängigkeit, Zuneigung und Machtausübung geprägt sind. Als Drama mit den Zügen eines Liebesfilms wird das Gefühlsleben der Beteiligten nicht als romantische Erfüllung, sondern als Wechselspiel aus Begehren und Unterwerfung gezeichnet. Dass eine der zentralen Figuren, Marlene, als stumm angelegt ist, verweist auf eine Erzählweise, die Machtverhältnisse eher über Blicke, Gesten und Stille als über Dialoge sichtbar macht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer eher überschaubaren Anzahl an Stimmen zeigt sich, dass der Film nach wie vor ein interessiertes, aber zahlenmäßig begrenztes Publikum erreicht. Seit der Entstehung 1972 sind über fünfzig Jahre vergangen, was ihn deutlich der Zeit deutscher Filmproduktionen der frühen 1970er Jahre zuordnet. Innerhalb des Genres steht er für eine Spielart des Dramas, die zwischenmenschliche Beziehungen konsequent auf ihre Machtstrukturen hin befragt, statt sie in klassischer Liebesfilm-Manier aufzulösen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Margit Carstensen als Petra von Kant
- Hanna Schygulla als Karin Thimm
- Katrin Schaake als Sidonie von Grasenabb
- Eva Mattes als Gabriele von Kant
- Gisela Fackeldey als Valerie von Kant
- Irm Hermann als Marlene
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Verfügbarkeit
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