Balduin, der Geldschrankknacker (1964)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Girault |
|---|---|
| Genre | Komödie, Krimi |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1964-02-25 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (191 Stimmen) |
Worum es geht
Victor Garnier ist Ladenbesitzer und hat auf Anraten seines Bankers das gesamte Ersparte seiner Familie in eine afrikanische Mine gesteckt. Als diese verstaatlicht wird, sind die Anteile wertlos, und Victor fühlt sich von der Bank schamlos betrogen. Seine Konsequenz daraus wirkt folgerichtig verdreht: Wenn die Bank ihn bestohlen hat, ist es nur gerecht, die Bank auszurauben. Er plant, gemeinsam mit der ganzen Familie, die schließlich alle getäuscht wurden, einen Tunnel zu graben. Was selbst für Profis eine Herausforderung wäre, wird für die unbedarften Amateure zur echten Zerreißprobe, zumal jeder seine eigenen Schwächen mitbringt. Besonders seine Frau neigt dazu, ungefragt die Wahrheit auszusprechen, sogar gegenüber dem mürrischen örtlichen Polizisten, was den ganzen Plan in ständige Gefahr bringt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1964 unter der Regie von Jean Girault als Komödie mit kriminellem Einschlag. In den Hauptrollen sind Louis de Funès, Jean-Pierre Marielle, Yvonne Clech und Anne Doat zu sehen. Freigegeben ist der Titel ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Krimi zeigt sich schon in der Grundidee: Ein Raubüberfall wird nicht aus krimineller Energie geplant, sondern aus einem Gefühl vermeintlicher Gerechtigkeit heraus. Diese Ausgangslage verschiebt den klassischen Krimi-Rahmen ins Komische, da die Täter keine Profis sind, sondern eine Familie mit ihren jeweiligen Eigenheiten. Dass gerade die Ehefrau als tragende Figur eingeführt wird, deren Offenheit den ganzen Plan gefährdet, deutet darauf hin, dass die Spannung weniger aus dem eigentlichen Verbrechen als aus den zwischenmenschlichen Reibungen innerhalb der Familie gezogen wird. Die Anlage der Geschichte als kollektives Unterfangen aller Betrogenen setzt auf komisches Potenzial durch Ungeschicklichkeit statt auf klassische Krimispannung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld seines Genres. Sechzig Jahre nach seiner Entstehung ist er ein Beispiel für die Krimikomödien der 1960er Jahre, die gesellschaftliche Ungerechtigkeiten mit leichter Hand in eine turbulente Handlung verwandeln. Die Zahl der Stimmen lässt darauf schließen, dass der Film heute eher einem kleineren, interessierten Publikum bekannt ist als einem breiten Massenpublikum.
Bilder






Besetzung & Stab
- Louis de Funès als Victor Garnier
- Jean-Pierre Marielle als André Durand-Mareuil
- Yvonne Clech als Eliane Garnier
- Anne Doat als Isabelle Garnier
- Michel Tureau als Gérard Garnier
- Catherine Demongeot als Corinne Garnier
- Georges Wilson als Cyclist Police Officer
- Jean Lefebvre als Construction Foreman
- Claude Piéplu als Priest
- Georges Adet als Gerber
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Verfügbarkeit
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