Blinde Wut (1936)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fritz Lang |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1936-06-05 |
| Budget | 604.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (262 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Joe Wilson ist auf dem Weg zu seiner Verlobten Katherine, als er verhaftet wird: Man verwechselt ihn mit einem Kindesentführer, der Lösegeld gefordert hat. Belastet wird er durch einen Zufall – er besitzt einen Geldschein, der aus der Lösegeldsumme stammt. Die Nachricht von der Festnahme verbreitet sich rasend schnell, vor dem Gefängnis versammeln sich Menschen, die mehr wissen wollen. Der Sheriff versucht, die Menge zu zerstreuen, doch die Stimmung kippt in offene Wut. Er bittet den Gouverneur um die Nationalgarde, um einen Lynchmord zu verhindern. Ein Stellvertreter des Sheriffs jedoch verrät den Anführern der Menge genau jenes Indiz, das Joe belastet – und heizt die Lage damit weiter an.
Entstehungsgeschichte
„Blinde Wut“ entstand 1936 unter der Regie von Fritz Lang. In den Hauptrollen sind Sylvia Sidney und Spencer Tracy zu sehen, an ihrer Seite Walter Abel und Bruce Cabot. Der Film ist als Krimi, Drama und Thriller angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi, Drama und Thriller zeigt, wie eng Justizirrtum und Massendynamik hier verzahnt sind: Statt auf klassische Ermittlungsspannung setzt die Geschichte auf die Beobachtung, wie aus Gerücht und Zufallsindizien kollektive Gewaltbereitschaft entsteht. Dass die Erzählung den Blick von der Figur des Angeklagten zur Menge vor dem Gefängnis und zu den Amtsträgern wandern lässt, macht deutlich, dass es nicht primär um die Aufklärung eines Verbrechens geht, sondern um das Versagen von Institutionen und Einzelnen unter Druck. Der Verrat des Indizes durch den Stellvertreter des Sheriffs ist der Moment, an dem individuelle Nachlässigkeit in kollektive Konsequenz umschlägt – ein Aufbau, der die Geschichte von einem Kriminalfall zu einer Studie über Angst und Gruppenverhalten verschiebt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 Punkten bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich „Blinde Wut“ im oberen Bereich der Bewertungen für Filme dieser Genremischung. Seit der Entstehung 1936 sind es mittlerweile 89 Jahre, was den Titel klar als Werk aus der frühen Tonfilmzeit ausweist. Innerhalb der Schnittmenge von Krimi, Drama und Thriller nimmt der Film eine Position ein, die weniger auf Spannung durch Verfolgung setzt als auf die Zuspitzung einer sozialen Situation – ein Ansatz, der ihn von reinen Kriminalfilmen seiner Zeit unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Sylvia Sidney als Katherine Grant
- Spencer Tracy als Joe Wilson
- Walter Abel als District Attorney
- Bruce Cabot als Kirby Dawson
- Edward Ellis als Sheriff
- Walter Brennan als Bugs Meyers
- Frank Albertson als Charlie Wilson
- George Walcott als Tom Wilson
- Arthur Stone als Durkin
- Morgan Wallace als Fred Garrett
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Verfügbarkeit
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