Blutmond (1986)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Mann |
|---|---|
| Genre | Krimi, Horror, Thriller |
| Laufzeit | 119 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1986-08-15 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 15.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 8.620.929 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (1.596 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Will Graham war Profiler beim FBI und hat aufgehört. Jetzt lebt er in Florida, und Jack Crawford holt ihn zurück.
Ein Mörder tötet Familien in Vollmondnächten. Die Presse nennt ihn die Zahnfee. Um seine Denkweise zu verstehen, sucht Graham einen Mann auf, den er selbst gefasst hat: Dr. Hannibal Lecktor. Der antwortet — und nutzt die Gelegenheit.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist Thomas Harris' Roman „Red Dragon" von 1981. Es ist die erste Verfilmung des Stoffes.
Michael Mann führte Regie und schrieb das Drehbuch. Produziert wurde der Film von Dino De Laurentiis und Richard A. Roth; das Budget betrug 15 Millionen Dollar, die Dreharbeiten begannen am 9. September 1985.
William L. Petersen spielt Will Graham, Brian Cox den Dr. Hannibal Lecktor, Tom Noonan den Francis Dollarhyde, Joan Allen die Reba McClane, Kim Greist die Molly Graham, Dennis Farina den Jack Crawford, Stephen Lang den Reporter Freddy Lounds und Chris Elliott den Zeller.
Die Kamera führte Dante Spinotti, den Schnitt Dov Hoenig, die Musik stammt von Michel Rubini.
Gedreht wurde in Atlanta, Florida, Chicago, Santa Cruz, St. Louis, Washington und Wilmington. Lecktors Gefängnisszenen entstanden im High Museum of Art in Atlanta, Grahams Haus gehörte dem Künstler Robert Rauschenberg.
Der Film dauert 120 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. In der deutschen Fassung sprechen Stephan Schwartz den Graham und Manfred Lehmann den Lecktor.
Hinter den Kulissen
Ursprünglich war David Lynch als Regisseur vorgesehen.
Die Schreibweise des Namens weicht vom Original ab: Brian Cox spielt den Lecktor, nicht den Lecter. Der Film ist die erste Verfilmung des Stoffes — die Neuverfilmung folgte 2002.
Die Wahl der Drehorte ist bezeichnend. Ein Kunstmuseum als Gefängnis und das Haus eines Künstlers als Wohnort des Ermittlers — der Film sucht Räume, die kühl und gestaltet wirken.
Genau daran setzte die Kritik an. Das Lexikon des internationalen Films nannte ihn einen psychologischen Thriller mit suggestiver und spannender Kriminalgeschichte, bemängelte aber eine Handwerklichkeit, die allzu sehr in glattem, postmodernem Design schwelge.
Einordnung & Wirkung
TV Spielfilm fasste zusammen: körnig, kalt, pervers — ein Fröstel-Thriller.
David Edelstein schrieb in Slate, der Film habe den Weg in eine Ära der Einfühlung in den Teufel gewiesen, und betonte seinen Einfluss auf spätere Krimiserien und Filme.
Dieses Urteil beschreibt den Rang der Arbeit. Was heute selbstverständlich ist — dass ein Ermittler die Perspektive des Täters einnimmt und daran Schaden nimmt —, war 1986 neu.
Im Finale läuft eine gekürzte Fassung von „In-A-Gadda-Da-Vida" der Iron Butterfly.
Bilder








Besetzung & Stab
- William L. Petersen als Will Graham
- Tom Noonan als Francis Dollarhyde
- Dennis Farina als Jack Crawford
- Brian Cox als Dr. Hannibal Lecktor
- Kim Greist als Molly Graham
- Joan Allen als Reba McClane
- Stephen Lang als Freddy Lounds
- David Seaman als Kevin Graham
- Benjamin Hendrickson als Dr. Frederick Chilton
- Chris Elliott als Zeller
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